Ärger um Gucci-Model
Darum wurde diese Kampagne verboten

Gucci zeigt in seiner neuen Kampagne ein Model, das der Werbeaufsicht in Großbritannien eindeutig zu dünn ist. Die Konsequenz: Die Bilder wurden jetzt offiziell verboten.

In einem Werbeclip zur neuen Gucci-Kampagne „The Cruise“ sind diverse Models zu sehen, die in einer prunkvollen Villa tanzen. Was auffällt: Alle Protagonisten sind extrem dünn, besonders ein klapperdürres Mädchen, das in einem gemusterten Kleid an der Wand lehnt, fällt ins Auge. Die britische Advertising Standards Authority (ASA), erhielt wegen dieses Bildes Beschwerden und hat den Fall nun geprüft.

  • Wegen dieses Bildes ist Gucci in die Kritik geraten

    Foto: Getty Images

    Wegen dieses Bildes ist Gucci in die Kritik geraten

Gucci wehrt sich gegen Mager-Vorwürfe
In einem Statement von Gucci heißt es, die Bilder gehörten zu einem Werbevideo, das auf der Homepage der „Times“ veröffentlicht wurde. Der Clip, in dem eine Tanzparty gezeigt wird, richte sich an ein „älteres, anspruchsvolles Publikum“, genau wie das Newsportal auf eine reife Zielgruppe zugeschnitten sei. Ob ein Model zu dünn aussehe, sei ohnehin eine subjektive Geschmacksfrage. Keines der Mädchen sei krankhaft untergewichtig, in der Kampagne würden keine Knochen gezeigt. Licht und Make-up seien so gesetzt, dass die Models nicht ausgemergelt scheinen.

Werbeaufsicht greift durch
Die ASA sieht das jedoch anders. Der Oberkörper des Models sei so schlank, dass Kopf und Unterkörper unproportional wirkten. Die Pose verstärke den Eindruck einer sehr schmalen Taille und das dunkle Make-up um die Augen lasse das Mädchen krank aussehen. In der Konsequenz sei es unverantwortlich mit den Bildern zu werben, Gucci werde seine Kampagne in Großbritannien anpassen müssen.


ASA kämpft gegen Magermodels
Es ist nicht das erste Mal, dass die ASA renommierte Designerlabels genauer unter die Lupe genommen hat. Mit einer ähnlichen Begründung wurde im vergangenen Jahr Werbung von Yves Saint Laurent gestoppt. Eine Kampagne von Miu Miu verbot die ASA wegen der unangebrachten Sexualisierung minderjährig aussehender Models, darunter Shootingstar Mia Goth (22), die in Lolita-Pose auf einem Bett zu sehen war.

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