Trend Porn-Chic
Darum wird die Mode immer nackter

Nanu, was ist denn gerade in der Mode los? Ob auf dem Laufsteg oder auf den Straßen: Fashionistas sehen aus, als hätten sie sich im Sexshop und nicht in der Mode-Boutique eingekleidet. Anführerin der neuen Porn Chic-Welle ist, na klar, Kim Kardashian (36). STYLEBOOK.de klärt auf, was hinter der modischen Freizügigkeit steckt.

Noch vor wenigen Jahren galt es als ordinär, mit hochhackigen Overknee-Stiefeln ins Büro zu kommen. Wer auf der Party nur mit einem Spitzen-BH provozierte, durfte sich nicht wundern, als, nun ja, Schlampe bezeichnet zu werden.

  • Kim Kardashian

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    Foto: Splash News

    Sie hat die Porn Chic-Welle ins Leben gerufen: Kim Kardashian, die bevorzugt transparente Kleidung trägt

Was steckt hinter Porn Chic?
Doch seit einiger Zeit sind genau diese Un-Trends, die man eher im Rotlichtviertel vermutet, tatsächlich salonfähig geworden. Ob auf dem Laufsteg oder im Alltag – immer mehr Fashionistas und Bloggerinnen veranstalten einen modischen Striptease, bei denen selbst Stripperinnen die Schamesröte ins Gesicht getrieben wird: Underboob, Sideboob, Mega-Transparenz, XXL-Ausschnitte, Latex statt Baumwolle – die Mode feiert aktuell nicht den sexy Style mit einem Hauch von Erotik, sondern den Hardcore-Sex-Look!

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Ein von Chiara Ferragni (@chiaraferragni) gepostetes Foto am

Wer sind die Porn-Chic-Vorbilder?
Schuld am Porn Chic ist tatsächlich die Reality-TV-Familie Kardashian-Jenner, die dank einflussreicher Designer-Freunde und „Vogue“-Covern mittlerweile in der Modebranche den Ton angibt. Ganz vorne an der Porn-Chic-Bewegung steht Kim mit ihrem Über-Sex-Style. So zeigte sie sich zur Paris Fashion Week in Teilen, die man eher in der Wäschekommode als im Kleiderschrank findet: transparente BHs, Unterröcke, knallenge, durchsichtige Bodys, die den Blick auf Kims Kurven entblößen. Selbst die Bravste im Kardashian/Jenner-Clan, It-Model Kendall (20), liebt's mittlerweile vulgär statt züchtig.

Tonight

Ein von Kim Kardashian West (@kimkardashian) gepostetes Foto am

Wie kommt es zu diesem Trend?
Erst vor kurzem sah alles noch ganz anders aus, Normcore war in Mode: Fashion-Girls trugen graue Sweater zur Karottenjeans und No-Name-Sneakers. Bloß nicht auffallen lautete das Motto! Doch wie üblich folgt auf einen Mode-Trend ein Gegentrend. Auch das Deutsche Mode-Institut in Köln bestätigt: „Es gibt definitiv eine neue Freizügigkeit. Und auch wenn es nicht so aussieht: Aber man kann diese Welle als Revival weiblicher Emanzipation sehen“.

Diese Freizügigkeit soll ein Zeichen des neuen Feminismus darstellen. Denn: Geht man zurück in die Vergangenheit, so galt zu Beginn der emanizipierten Sechziger der Minirock als skandalös. 50 Jahre später müssen nun härtere, weibliche Waffen her. Stars wie die Kardashians leben bereits nach dem Motto: „Seht her, das ist mein Körper und ich präsentiere ihn, wie ich will!“

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