Vogue-Redakteurinnen beschließen Abkommen gegen Esstörungen

Foto: Frederic Aranda for Vogue

„Vogue“-Chefredakteurinnen beschliessen Sechs-Punkte-Abkommen
Dicker Angriff gegen Magermodels

Schluss mit knochigen Körpern und Kindergesichtern auf Hochglanzseiten: Im Rahmen einer „Health Initiative“ einigten sich die Chefredakteurinnen aller 19 internationalen Ausgaben der „Vogue“ auf sechs Regeln. So sollen keine Models mehr beschäftigt werden, die an einer Essstörung leiden oder jünger als 16 Jahre sind.

„Vogue ist davon überzeugt, dass Schönheit und Gesundheit zusammengehören“, kommentierte Jonathan Newhouse, Chef des Vogue-Verlags Condé Nast. „Die Vogue-Chefredakteure auf der ganzen Welt fühlen sich für die Gesundheit der gezeigten Models und der ihrer Leser verantwortlich und möchten, dass sich dies in ihrem Magazin widerspiegelt.“

Das sind die Punkte des Abkommens:

1. Keine Models mehr mit Essstörungen oder unter 16 Jahren.

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2. Überprüfung von Personalausweisen.

3. Erfahrene Models sollen jüngeren beratend zur Seite stehen.

4. Backstage sollen gesundheitsbewusste Bedingungen herrschen.

5. Designer sollen keine unrealistischen Mustergrößen mehr anfertigen.

6. Die Vogue will über ihre Magazine hinaus die Botschaft eines gesunden Körperbildes vermitteln.

Welcher Body-Mass-Index als Hinweis auf eine Essstörung gilt und was genau die „Vogue“ unter einer „realistischen“ Mustergröße versteht, ist in dem Abkommen nicht erfasst. Aber ein Hoffnungsschimmer gegen Anorexia und unsittliche Arbeitsbedingungen ist es allemal.


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