Frauen prangern an
So sexistisch ist Werbung wirklich

Sexismus ist auch im Jahr 2016 noch ein Problem. Besonders in der Werbung werden Frauen oft als willenlose Sexobjekte dargestellt. Die Kampagne #WomenNotObjects macht mit einem beeindruckenden Video darauf aufmerksam.

Die altbekannte Werbe-Weisheit „Sex sells“ ist immer noch extrem populär. Vor allem Frauen sind regelmäßig in sexuellen Posen, halb oder ganz nackt in Kampagnen zu sehen, ohne dass auch nur irgendein Bezug zum beworbenen Produkt besteht.

Was soll uns das sagen?
Ein derzeit im Netz gefeiertes Video zur Kampagne #WomenNotObjects zeigt zahlreiche Beispiele, in denen Frauen als sexuelles Objekt in der Werbung dargestellt wird.

Mit sarkastischen Kommentaren unterschiedlicher Frauen werden die Botschaften hinter den Anzeigen entlarvt. „Ich liebe es, Burgern Blowjobs zu geben“, erklärt zum Beispiel eine Frau, die eine Werbung von Burger King in der Hand hält, die eine eindeutige Pose zum zweideutigen Werbeslogan zeigt.

  • #WomenNotObjects

    Foto: YouTube

    Muss das sein? #WomenNotObjects kämpft gegen Sexismus in der Werbung

Auf einem anderen Bild ist ein Kampagnenfoto von Tom Ford zu sehen. Darauf liegt eine komplett nackte Frau auf ihrem Rücken – ihr Intimbereich nur spärlich von einem Flakon des beworbenen Männerduftes bedeckt. Was soll uns das nur sagen? „Der Schlüssel zu meinem Herzen? Ein Mann, der nach Vagina riecht“, so der sarkastische Kommentar dazu. Viel Brust ist in den Werbekampagnen im Video natürlich auch zu sehen. Ein pralles Dekolleté kann offenbar alles verkaufen, so die Schlussfolgerung einer Frau.

  • #WomenNotObjects

    Foto: YouTube

    Die Burger-King-Werbung und diese Anzeige für einen Duft von Tom Ford sind nur ein Bruchteil von Beispielen, wie sexistisch Frauen in der Werbung dargestellt werden

„Rede nicht so mit mir“
Nach etlichen weiteren Beispielen sexistischer Werbung fordern die Macherinnen des Videos: „Ich bin deine Mutter, deine Tochter, deine Schwester, deine Kollegin, deine Chefin – rede nicht so mit mir.“ Auf Twitter und Co. werden der Clip und das dazugehörige Hashtag #WomenNotObjects mittlerweile heftig diskutiert.

Anzeige

Kommentare


Blogs