Foto: dpa Picture Alliance, Getty Images

Trend 3D-Drucke
Mehr Schein als Sein

Gesehen bei der London Fashion Week: Raffinierte Prints auf Kleidern, Jacken, Pullis und Hosen, die uns mehr vorgaukeln als tatsächlich dahinter steckt. Die Designer bedienen sich dabei den Elementen der Op-Art der 60er Jahre und kreieren daraus richtig tolle Mogelpackungen.

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    Foto: dpa Picture Alliance

    Bei Christopher Kane zaubern die 3D-Prints aufwändige, plastisch wirkende Holzoptiken auf die Kleider

Kann man einen Mega-Trend noch steigern? Ja, man kann. Auf den Laufstegen der London Fashion Week haben die Designer den Muster-Trend des kommenden Sommers konsequent für die Herbst- und Winterkollektionen weiterentwickelt. Prints werden demnach nicht einfach platt und großflächig auf Stoffe gestrichen, sondern verwandeln diese in dreidimensionale Oberflächen – allerdings nur optisch. 

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Was nämlich aussieht als wäre es gesteppt, geflochten oder plastisch geformt, ist in Wahrheit nur aufgedruckt. Das Zauberwort mit denen uns die Designer auf die falsche Modefährte locken, heißt optische Täuschung.

Abgeguckt haben sich die Modemacher den Trend bei Op-Art-Künstlern wie Victor Vasarely, Bridget Riley oder François Morellet.

Umgesetzt von Designern wie Mary Katrantzou, die uns schon in der vergangenen Saison mit ihren surrealen Prints vom Hocker riss, Jonathan Saunders oder das Gestalter-Duo Peter Pilotti setzen die Farbvibrationen auf die gezielte Irritation. Was dabei herauskommt ist Mode wie auf einem LSD-Trip. Klar, dass da die Wahrnehmung verrückt spielt, und genau so soll es auch sein.

Denn die sinnestäuschenden Drucke sind mehr als nur plumpe Dekoration und äußerst trickreich. Geschickt eingesetzt mogeln sie hier eine perfekte Wespentaille und schummeln dort mehr plastische Kurven, wo es nötig ist. Heißt: Frauen, die diese Mode tragen, sehen wir nicht unbedingt so, wie sie wirklich aussehen – sondern wie sie sich unsere Fantasie ausmalt.

Wichtig! Wie auch schon bei der Muster-Mode für den kommenden Sommer funktioniert der Trend am besten solo. Und Mutige mixen – natürlich! – verschiedene Prints.

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