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Nie wieder klapperdürr
Topshop verzichtet auf Magerpuppen

Die Magermodel-Debatte ist nicht klein zu bekommen. Nach dürren Mannequins stehen nun extrem schlanke Schaufensterpuppen im Feuer der Kritik. Eine junge Engländerin macht darüber auf Twitter ihren Ärger Luft – und bekommt sogar Antwort vom Textilgiganten Topshop!

Die britische Modekette Topshop macht sich trotz It-Testimonials wie Gigi Hadid (20) und Kendall Jenner (19) gerade ziemlich unbeliebt. Grund sind die extrem dürren Schaufensterpuppen. Die Geschichte ins Rollen brachte aber erst die Engländerin Laura Berry. Sie postete Ende Oktober 2014 auf ihrer Twitter-Seite ein Bild von sich, was sie neben einer extrem dürren Puppe zeigt. Dazu schrieb sie: „Das Mädchen links trägt Kleidergröße 36/38 #Topshop #Armes Bodyimage #Unverantwortlich.“ 

Damit war ihr Ärger aber noch nicht verflogen. Etwas später schrieb Laura auf ihrer Facebook-Seite einen offenen Brief an Topshop: „Ihr seid euch sicherlich bewusst, dass wir das Jahr 2015 haben. Eine Zeit, in der wir uns hoffentlich der gefährlichen und unrealistischen Vorbilder bewusst sind, die die Modeindustrie vorzeigt, (...) P.S. Nur damit ihr Bescheid wisst: Nachdem ich dieses Bild gemacht habe, habe ich meine Beine in Größe 38/40 genutzt, um geradewegs aus eurem Laden zu stolzieren.“

Schluss mit falschen Vorbildern
Innerhalb kürzester Zeit verbreitete sich der Post viral im Internet, über 10.000 Mal wurde der Twitter-Beitrag geteilt und kommentiert. Denn auch das soziale Netz teilt Lauras Meinung, dass Topshop ein unrealistisches Frauenbild vermittelt.

Twitter-Post bring Topshop zum Nachdenken
Damit nicht genug, ein dreiviertel Jahr später meldet sich nun Topshop selbst zu Wort. Laut dem Online-Magazin „gofeminin.de“ zufolge, habe das Mode-Unternehmen in einem offenen Brief erklärt , dass sie diese Art von Schaufensterpuppe nach Lauras Beschwerde nicht mehr nutzen wollten. „Wir halten es für wichtig, eine gesunde Figur zu präsentieren“, so die Modekette. Die Puppe auf Lauras Twitter-Foto trage aber angeblich Kleidergröße 38, sei jedoch größer als viele Frauen und „stilisiert“, um besser aufzufallen.

Laura Berry selbst bezweifelt dies, sie will nun eine Online-Petition starten, um standardisierte Größen in der englischen Modeindustrie durchzusetzen. Denn Topshop ist leider kein Einzelfall. Immer mehr Firmen steuern unrealistischen Standards entgegen und zeigen Puppen mit realistischen Maßen.

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