„Time“-Ranking

Vom „Time“-Magazin gekürt
Die wichtigsten Mode-Ikonen

Das britische „Time“ Magazin hat die 100 einflussreichsten Mode-Ikonen aller Zeiten gelistet. Natürlich dabei: Coco Chanel, Yves Saint Laurent und Kate Moss; Grace Kelly, David Bowie und Madonna. Aber ein paar kleine Überraschungen gab es auch.

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    Foto: Getty Images

    Die wichtigsten Designer

    Coco Chanel entwarf eines der wichtigsten Kleidungsstücke für Frauen: das „kleine Schwarze“

In ist wer drin ist! Das „Time“-Magazin kürt die 100 wichtigsten Mode-Ikonen aller Zeiten. Natürlich befinden sich die üblichen Verdächtigen auf der Liste, die sich liest wie das kleine „Who's Who“ der Fashion-, Film-, und Musikgeschichte.

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In der Kategorie der „Designer“ finden sich alle großen Namen wieder, angefangen mit Coco Chanel und Karl Lagerfeld , Louis Vuitton , Marc Jacobs , über Tom Ford, Jil Sander, Valentino, Yves Saint Laurent und viele mehr. Ein bisschen vermisst haben wir Sarah Burton, die das Erbe von Alexander McQueen (ist natürlich auch auf der Liste) ehrwürdig und dennoch innovativ fortführt. Aber bis zum Ikonen-Status ist ja noch Zeit.

Beinahe verfrüht wirkt dagegen die Aufnahme der Olsen-Twins Ashley und Mary-Kate. Die stylischen Zwillinge hätten wir doch eher in der Kategorie der „Musen“ vermutet als zwischen den traditionellen Modehäusern und Designern. Mit ihrem Label „The Row“ scheinen die beiden mächtig Eindruck auf das „Time“-Magazin zu machen. Die Tatsache, dass auch John Galliano verzeichnet ist, zeigt, dass es sich wirklich nur um Mode dreht und nicht um politische Korrektheit – schließlich musste der Designer wegen seiner antisemitischen Äußerungen im Hause Dior seinen Hut nehmen.

Die Kategorie der „Models“ fällt dagegen eher klein aus: Neben – klar – Kate Moss stehen die androgyne 60er-Jahre-Ikone Twiggy, Cindy Crawford, Iman, sogar Gisele Bündchen ist dabei und auch Heidi Klum.

Zu den einflussreichen Journalisten und Stylisten in der Modegeschichte gehören natürlich die US-„Vogue“-Chefin Anna Wintour und ihre Vorgängerin Diana Vreeland. Auch die Ex-Chefin der französischen „Vogue“ Carine Roitfeld hat Ikonen-Status. Ob die aktuelle „Vogue“-Paris Chefin Emmanuelle Alt ihr irgendwann auch ins Ranking folgt – wer weiß! Auch „Sex and the City“-Stylistin Patricia Field ist dabei.

Nicht zuletzt hat die Fotografie einen entscheidenden Beitrag zur Modegeschichte geleistet, hier werden zum Beispiel Richard Avedon, Helmut Newton und Mario Testino genannt. Skandal-Fotograf Terry Richardson ist nicht dabei.

Personen, die sich nicht in eine dieser Kategorien einordnen lassen werden unter „Musen“ zusammengefasst: Brigitte Bardot, The Beatles, Jane Birkin, David Bowie, Audrey Hepburn, Grace Kelly und Andy Warhol. Aus der aktuellen Epoche sind Madonna, Lady Gaga und sogar Michelle Obama genannt.

Auffällig ist die Verteilung von Männern und Frauen: Unter den Designern sind nur ein Viertel Frauen, zum Beispiel Vivienne Westwood, Rei Kawakubo (Comme des Garçons) und Jil Sander. Unter den Fotografen befinden sich gerade zwei: die Deutsche Ellen von Unwerth und Annie Leibovitz natürlich. Dafür ist nicht nur die Kategorie der Models, sondern auch die der Stylisten, Redakteure und der Musen deutlich weiblich geprägt – alles andere hätte uns auch enttäuscht.

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