Star-Produzent Mark Ronson im Interview
Bühnenoutfits suchte ich im Schrank meiner Mutter

Feine Auslese: Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen – nach dem Aschenputtel-Prinzip pickt Mark Ronson (36) die besten Looks seiner Idole heraus, mixt sie und kreiert so seinen ganz eigenen Stil. Dabei inspirieren den Grammy-Gewinner seine Socialite-Mama Ann Dexter-Jones, Duran Duran und Alain Delon. STYLEBOOK sprach mit ihm über Stilempfinden und kam zum Schluss: „Copy, paste & mix it like Mark!“

  • 1/2

    Foto: Action Press

    Wenn Grammy-Gewinner Mark Ronson nicht gerade Hits produziert performt er als DJ. Hier legt er bei der Party „Beats by Dr. Dre“ im Spindler & Klatt (Berlin) auf





Wie würden Sie ihren Style beschreiben:
Mein Style und meine Musik sind sich sehr ähnlich. Bei beidem bediene ich mich dem gleichen Muster: Ich hole mir Inspiration von Leuten, die ich spannend finde. Ich picke mir von jedem das heraus, was mir besonders gut gefällt und kombiniere dazu etwas Individuelles.

Wer inspiriert Sie:
Persönlichkeit und Mode kann man nicht voneinander trennen. Leute, die einen coolen Stil haben, haben auch immer die Ausstrahlung eines Superhelden. Für mich sind das: Alain Delon, wegen seinem Gefühl für zeitlose Klasse, Duran Durans lässige Art Anzüge zu tragen– und David Bowies Exzentrik.

Die Achtziger sind also in Sachen Stil maßgebend?
Es ist eine Mischung aus allem und die macht’s. Die Beastie Boys und ihr New Yorker Hip Hop Style fand ich als Kind toll. Heute kombiniere ich ihren Look mit Elementen, die an Bob Dylans rockigen Stil erinnern.

Was macht Stil einzigartig?
Wenn Kleider keine Leute machen, sondern Leute Kleider. Ganz klar!

Wer ist für Sie der am besten angezogene Mann:
Jarvis Cocker (Frontmann der Brit-Pop Band Pulp), er hat’s einfach drauf.

Wie muss sich eine Frau für Sie anziehen?
So wie meine Frau (die französische Schauspielerin Josephine De La Baume). Heute ist unser Jahrestag! (Er lächelt ihr kurz zu, sie fragt, was die Frage war – Darauf er: „Welche Frau für mich am Schönsten ist“) Ihr Kleid ist elegant und sexy (Josephine trägt ein bordeauxrotes Korsagen-Kleid von Dolce & Gabana).

Welches Kleiderstück ihrer Mutter ist Ihnen am besten in Erinnerung geblieben?
Vieles. Als ich fünfzehn war, sang ich in einer Band. Meine Bühnenoutfits suchte ich mir bei meiner Mutter im Kleiderschrank. Sie hatte einen langen schwarzen Mantel, den ich liebte. Ich sah aus, als wäre ich aus einem M.C. Escher (Niederländischer Künstler) Bild gesprungen. Die Outfits sahen aus wie manche Figuren aus Alice im Wunderland. Leider passen mir ihre Klamotten heute nicht mehr, sonst würde ich es immer noch machen.

Mark Ronson ist ein weltweit angesagter Produzent. Die Hymne der diesjährigen Olympiade „Anywhere In The World“ stammt von ihm. Sein Sound machte Amy Winehouse zum Weltstar. Er gilt als Verantwortlicher für den Retro-Soul-Boom und als einer der einflussreichsten Produzenten des Jahrzehnts. Ronson ist das Showbizz von Kindheitstagen an bekannt. Seine Mutter ist eine New Yorker Society-Lady und Ex-Rockstar-Ehefrau von dem legendären „Foreigner“ Gitarrist Mick Jones und sein Vater ist ein Musikmanager. Zuletzt veröffentlichte Mark Ronson den Song „Somebody to love“ mit den Business Intl.

Anzeige

Kommentare


Blogs