So modisch ist die Occupy-Bewegung in New York Der Look der Revolte

Die „Occupy Wall Street-Bewegung“ wendet sich gegen die Machenschaften der Finanzwelt. In New York zieht es immer mehr Menschen auf die Straße – und das mit Stil. Viele Demonstranten sehen so aus, als würde sie in einen Club oder zur Fashion Week gehen. Doch der Protest-Chic findet nicht nur Gefallen!

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    Foto: dpa picture-alliance, splash news,

    Bei der „Occupy Wall Street“-Bewegung geht es um Kritik am Finanzsystem. Die Protest-Aktion gleicht aber auch einer urbanen Modenschau

Sie tragen hippe Sonnenbrillen und lässige Shirts. Protestler der „Occupy Wall Street“-Bewegung sehen eher aus, als würden sie für Designerkleidung werben, statt zu demonstrieren. Ihr Protest gilt der Finanzwelt. Entdeckt wurden sie aber von der Fashion-Welt. 

Seit Wochen besetzen Aktivisten den kleinen Zuccotti-Park zwischen „Ground Zero“ und der New Yorker Börse, sie demonstrieren gegen das Finanzsystem – und zwar mit Stil.  Ihre Bilder gehen vor allem in Fashionblogs um die Welt. Kürzlich veröffentlichte die „New York Times“ eine Modestrecke mit dem Titel „Was trägt man beim Protest?“

Kritiker  befürchten eine Kommerzialisierung der Bewegung. Es gehe eher um den Hype als um die Sache an sich. Ein cooles Accessoires sei auf der Straße gerade wichtiger als Aktivismus, das richtige Designer-Labels wichtiger als die Demonstration.

Dieser Eindruck wird untermauert, wenn sich Promis wie der Rapper Kanye West dem Protest anschließen. Er zeigte sich in einem teuren Balmain-Hemd, das nach kurzem ausverkauft war. So schreibt ein Kritiker der britischen Zeitung „Telegraph“, dass „Occupy Wall Street“ eine als politische Bewegung getarnte Modenschau sei. Es gehe bloß um klasse Haarschnitte, nicht um Klassenkampf.

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Doch ist es nicht auch sehr vermessen und einseitig, anhand der Kleidung das politische Engagement eines Menschen einzuordnen? Vielleicht kann sich Design und Demonstration ja auch gegenseitig befruchten...

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