10 Tipps: richtig ausmisten
Frühjahrsputz im Kleiderschrank

Egal, ob Ihr Kleiderschrank die Größe von Carrie Bradshaws Schatzkammer oder den einer Telefonzelle hat: Wir wetten, dass er Ihnen zu klein erscheint. Sie brauchen Platz (für die neuen Frühlings-Teile) und wollen ausmisten? Wir haben zehn Tipps für Sie, wie das richtig gut geht.

  • Carry Bradshaw in Sex and the City

    Foto: Warner Bros.2

    Carry Bradshaw in der Serie „Sex and the City“

DEN SCHRANK AUSMISTEN:

1. Nehmen Sie sich genügend Zeit
Beim Ausmisten kommen Sie nicht drum rum, Sachen anzuprobieren. Das dauert. Planen Sie mit mindestens drei Stunden, dann geraten Sie nicht unter Zeitdruck und verhindern, dass Sie das Schlachtfeld verlassen müssen, bevor Sie wirklich fertig sind. Geht's dann doch schneller, umso besser! Außerdem wichtig: Nicht ablenken lassen. Also das Handy ausmachen, sonst gehen Sie am Ende doch wieder mit der besten Freundin Kaffee trinken...

2. Haben Sie einen Plan
Arbeiten Sie sich der Reihe nach durch, nehmen Sie sich also zum Beispiel erst die Hänger vor, dann die Fächer links, dann die Schubladen rechts. Wenn Sie irgendwo in der Mitte beginnen oder einfach erst mal alles aus dem Schrank holen und auf dem Boden verteilen, verlieren Sie den Überblick. Das frustriert, und am Ende ist das Chaos größer als vorher.

3. Was Sie nicht tragen, kommt weg
Faustregel: Wenn Sie länger als sechs Monate nicht mehr an ein bestimmtes Stück gedacht – geschweige denn, es angehabt – haben, muss es gehen. Ausnahmen: Das kleine Schwarze, der Cocktail-Blazer, ihr bodenlanges Abendkleid. Eben alles, was Sie nur zu bestimmten Anlässen tragen. Außerdem unbedingt aufheben, sollten Sie teure Designerstücke. Manchmal brauchen diese lediglich ein kleines Makeover beim Änderungsschneider, um wieder aktuell auszusehen.

4. Was nicht passt, kommt weg
Zu groß, zu klein, zu weit, zu eng? Sortieren Sie Teile, die nicht richtig sitzen, aus – statt weiter zu hoffen (oder zu fürchten), dass Sie irgendwann wieder passen. Ausnahme: Jeans. Die darf man auch eine Nummer über der aktuellen Größe behalten.

5. Was abgetragen ist, kommt weg
Auch Ihre Lieblingsteile, die Sie wirklich andauern tragen, müssen irgendwann gehen. Nämlich dann, wenn sie dementsprechend verschlissen oder ausgebeult sind. Und nein: Die Ausrede, dass Sie das doch noch beim Sport oder zum Schlafen anziehen können, zählt nicht.

6. Aussortiert – und wohin jetzt damit?
Gut erhaltene, hochwertige Ware können Sie bei den neuen Online-Secondhand-Shops loswerden, zum Beispiel bei Mädchenflohmarkt oder Rebelle. Toll: Beide Anbieter haben einen Concierge-Service. Das heißt, Sie müssen Ihre Klamotten nur noch hinschicken – fotografieren, verkaufen, versenden übernimmt der Shop.


DEN SCHRANK WIEDER EINRÄUMEN:

7. Ordnung ist alles
Sortieren Sie Ihre Kleidungsstücke nach Rubriken, zum Beispiel Blazer auf der einen Seite der Stange, Blusen auf der anderen Seite. Pullis in einem Fach, T-Shirts im nächsten. Nach Farben zu ordnen sieht zwar schöner aus, ist aber unpraktischer.  

8. Aus dem Auge, aus dem Sinn, Teil 1
Das gilt auch bei Mode. Lagern Sie Ihre Klamotten also so, dass Sie möglichst viel von Ihnen sehen. Also lieber hängen, statt falten und stapeln – auch Pullis und Shirts. Ideal sind dafür schmale, eventuell leicht gepolsterte Metallbügel. Wenn Sie nicht genügend Platz auf der Stange haben, legen Sie trotzdem nicht zehn Teile in einem Fach übereinander. Besser jeweils maximal drei in Schubladen nebeneinander lagern. So lassen sich die einzelnen Stücke auch einfacher aus dem Schrank ziehen. Große Schubladen werden durch einzelne, kleinere Fächer zum Einlegen übersichtlicher und leichter organisierbar.

9. Aus dem Auge, aus dem Sinn, Teil 2
Alles, was Sie seltener benötigen – Reisetaschen, Skianzug, Wanderstiefel – dürfen Sie dagegen außerhalb der Augenhöhe auch AUF dem Schrank verstauen. Textilien bewahren Sie am besten in Kleidersäcken auf, dann stauben sie nicht ein.

10. Accessoires
Gürtel und Schmuck machen sich gut an Haken, Schnüren, Gittern, die man platzsparend an der Innenseite der Schranktüren anbringen kann. Handtaschen am besten mit Seidenpapier füllen und in Staubbeuteln verstauen, dann können Sie sie auch in einem Fach stapeln, ohne dass sie aus der Form geraten. In Sachen Schuhe haben wir eine gute und eine schlechte Nachricht für Sie. Die gute: Schuhe gehören nicht in den Kleider-, sondern in den Schuhschrank – darüber brauchen Sie sich an dieser Stelle also keine Gedanken zu machen. Die schlechte: Wie Sie in Ihren Schuhschrank Ordnung bringen, ist eine andere Geschichte...

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