Shitstorm gegen Amal Clooney
Met-Gala-Kleid sorgt für Zündstoff

Zur diesjährigen Met Gala erschien Amal Clooney (37) in einer Robe von John Galliano (54). Der ehemalige Dior-Designer hatte sich vor Jahren mit antisemitischen Äußerungen ins Aus geschossen. Dass ihm nun ausgerechnet eine Anwältin für Menschenrechte zum Comeback verhilft, kommt gar nicht gut an.

  • Amal Clooney

    Foto: Getty Images

    Amal Clooney gilt nicht erst seit ihrer Hochzeit als Style-Ikone mit Einfluss – wie sie diesen jetzt nutzt, stößt vielen Beobachtern unangenehm auf

Vor der Met Gala am Montagabend erschien auf dem Instagram-Account von Star-Fotograf Mario Testino ein Schnappschuss von Amal Clooney beim Fitting mit John Galliano. Ebenfalls im Bild zu sehen war Anna Wintour (65), die dem Skandaldesigner schon lange vergeben hat.

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Kontroverses Statement
Das Netz allerdings läuft Amok. User in den sozialen Netzwerken sehen die Kleiderwahl der Frau von George Clooney (54) kritisch. „Also, eine Anwältin für Menschenrechte wird von einem bösartigen Antisemiten eingekleidet? Abscheulich“, heißt es etwa in den Kommentaren zum Bild, oder: „So eine Schande, dass sie nicht sieht, wie heuchlerisch das ist.“ Viele Follower gaben sich „enttäuscht über ihre Entscheidung für Galliano.“

Galliano auf Regenerationskurs
Im Jahr 2011 hatte John Galliano in einer Pariser Bar lautstark seine Liebe zu Hitler deklariert. Kurz nach dem Zwischenfall tauchten Aufnahmen auf, wie er antisemitische Schimpftiraden auf die Gäste des Lokals losließ. Daraufhin verlor Galliano seinen Posten als Chefdesigner beim Couture-Haus Dior, galt als persona non grata.

Nach dem Zwischenfall entschuldigte sich Galliano öffentlich und erklärte sein Verhalten mit einem Drogenproblem. Trotzdem wurde er zu einer Geldstrafe verurteilt. Galliano ging in die Drogen-Therapie zu machen. Seither engagiert er sich in einer jüdischen Gemeinde.

Nachdem Galliano lange Zeit als Nachfolger von Oscar De La Renta galt, feierte er sein Comeback auf der Mode-Bühne im Januar nach vier Jahren im Mode-Exil seine erste Kollektion für das Label Maison Martin Margiela.


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