Stella McCartney kriegt’s jetzt richtig dicke
von Laura Pomer
Shitstorm nach Magermodel-Fotos

Gerade dachten wir noch, Plus-Size-Models laufen dem Magerwahn in der Modebranche den Rang ab, da scheinen die Size-Zero-Models wieder zurück zu sein. Ein extrem knochiges Beispiel zeigte Designerin Stella McCartney (43) nun lobend auf ihrer Instagram-Seite – der Shitstorm folgte prompt.

  • Mager-Model auf Stella McCartneys Instagram-Page

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    Foto: Instagram / stellamccartney

    Dieses Foto eines bis auf die Knochen abgemagerten Mädchens postete Stella McCartney auf Instagram. Der Grund: das Top aus McCartneys Sommerkollektion kleide das dürre Model so „gut“. Ihre Fans sehen das anders: äußerten sich entsetzt und fordern zum Boykott der Designerin auf




„Nichts schmeckt so gut, wie sich Dünnsein anfühlt“ – mit diesem Kommentar, ihrem persönlichen Credo, schockte Supermodel Kate Moss (40) vor knapp fünf Jahren die Modewelt. Stella McCartney jedenfalls scheint das Schönheitsideal ihrer besten Freundin zu teilen.

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Knochiges Fashion-Vorbild
Am Dienstag postete die Modeschöpferin auf Instagram das Foto eines – man kann es nicht anders sagen – Magermodels in einem Top aus McCartneys Sommer-Kollektion. Stellas Kommentar: „Gut getragen“, da ihr Look offenbar genau so zu sitzen hat. Viel mehr als das Trägerteil jedoch stechen dem Betrachter ganz andere Details ins Auge: Die Ärmchen des Models sind dünn wie Streichhölzer, ihrer Schulterknochen zeichnen sich so deutlich ab wie ihr Schlüsselbein.

„Ein erschreckendes Foto“
Nur wenigen Minuten, nachdem die Designerin das Bild mit der Öffentlichkeit teilte, äußerten sich ihre Fans entsetzt. Mit Kommentaren wie „Widerlich! Das ist nicht gut getragen, das Teil hängt von den Knochen herunter“ oder „Diese junge Frau ist offensichtlich sehr krank“ machten Instagram-User ihren Standpunkt deutlich – und gingen noch einen Schritt weiter: Mit einer Kampagne namens Unfollow Stella sollen McCartneys Instagram-Abonnenten motiviert werden, deren Seite nicht mehr zu besuchen. Mit einem derartigen Shitstorm hat die Designerin wohl nicht gerechnet. Ihre Reaktion: Sie entfernte das Foto blitzschnell und ersetzte es durch eines von Model Malaika Firth (20) mit dem gleichen Top.

Ein Sprecher der Designerin entschuldigte sich öffentlich: „Es war ein irreführender Backstage-Schnappschuss. Wir nehmen die Reaktionen unserer Follower ernst und haben das Foto ausgetauscht. Wir bedauern es, sollten wir jemanden beleidigt haben.“

Magermodels leider wieder im Trend
In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Anstrengungen gegeben, dem Magerwahn in der Modebranche ein Ende zu setzen – und endlich schien es so, als hätten jene Früchte getragen. „Plus-Size“-Models, allen voran die Australierin Robyn Lawley (25) und ihre US-Kollegin Kate Upton (22), eroberten mit ihren sexy Rundungen jenseits der Kleidergröße 36 die Branche. Im Frühjahr dann fast schon revolutionäre Nachrichten: Die renommierte Modelagentur IMG nahm eine Reihe kurviger Mitzwanziger unter Vertrag – und das ohne sie mit der Kategorisierung „Plus-Size“ in die „mollig“-Schublade zu stecken. Fortschritte in Richtung „Normal-Size“, von denen offenbar nicht nur Stella McCartney nichts wissen möchte, denn: Auch mehrere australischen Modemarken, darunter The Fifth und Carla Zampatti, zeigten ihre Kollektionen im Rahmen des „Fashion Festival Sydney“ an erschreckend ausgemergelten Modellen.


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