Shitstorm für Luxus-Schuhmarke
525 Euro für „kaputte“ Sneaker?

Im New Yorker Edelkaufhaus Barneys liegen seit einer Weile vermeintlich dreckige Sneaker in der Auslage, manche sind sogar mit Klebeband geflickt. Im Netz sorgt dieser Trend gerade für viel Aufregung – denn die „kaputten“ Turnschuhe kosten über 500 Euro!

Das italienische Kultlabel Golden Goose ist bekannt für seine Sneaker in Retro-Optik. Doch mit der aktuellen Kollektion im „Heavy Used-Look“ treiben es die Designer Francesca Rinaldo und Alessandro Gallo allerdings eine Spur zu weit, wie Kritiker meinen.

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Mühelos cool?
So kommt das aktuelle Schuhmodell „Distressed Superstar Sneakers“ mit künstlichen Schmutzflecken, Klebeband und Schlammrändern daher. Sie sollen aussehen, wie ein echtes Paar Lieblingssneaker, das nach unzähligen Partynächten und Festivalbesuchen gerade noch am Fuß hält.

  • Goolden Goose

    Foto: PR/Barneys New York

    Obwohl diese „kaputten“ Sneakers von Golden Goose über 500 Euro kosten, stehen sie bei Fashionistas ganz oben auf der Wunschliste

„Barneys“ in New York ist eines der Kaufhäuser, das die Turnschuhe im Angebot hat. 585 US-Dollar, umgerechnet circa 525 Euro zahlen Kunden dafür, dass sie ihre Schuhe nicht selbst durchlatschen müssen –  „Mühelos cool“ soll der Style laut Produktbeschreibung sein. Wer glaubt, dass diese überteuerten Turnschuhe Ladenhüter sind, der irrt. Die Gammel-Sneakers waren bereits nach wenigen Tagen ausverkauft! Auch beim englischen Luxus-Onlineshop „Farfetch“ sind nur noch wenige Modelle verfügbar.

  • Barneys New York

    Foto: PR/Barneys New York

    So waren die Sneakers beim Edel-Kaufhaus „Barneys New York“ bereits nach wenigen Tagen restlos ausverkauft

Geschmackloser „Penner-Chic“
Auf Twitter ist die Entrüstung über den Modetrend dementsprechend groß. „Diese Sneaker werden bei Barneys für 585 Dollar verkauft. Die Popkultur ist eine Karikatur ihrer selbst“, ärgert sich ein User. „Golden Goose Sneakers sind Müll. Reiche Idioten würden alles zahlen, um nach Arbeiterklasse auszusehen“, meint ein anderer.

Viele kritisieren die Glorifizierung von Armut und den geschmacklosen „Obdachlosenchic“. Zumal sei es normalerweise genau die Art von durchgelaufenen Schuhen, die dazu führe, dass einem im Nobelkaufhaus Barneys Sicherheitspersonal durch die Gänge folge.

Wer nun mehr als 500 Euro in abgelatschte Treter investieren will, der soll das ruhig tun. Oder einfach mal mit seinen alten Sneakers durch den Matsch laufen und dann mit Klebeband tapen.

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