New York Fashion Week: Chloë Sevigny protestiert mit Kollektion gegen Pussy Riot Verhaftung

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Schauspielerin Chloë Sevigny kämpft für Pussy Riot Modischer Protest

Kann Mode politisch sein? Ja, findet jedenfalls Hollywood-Starlett Chloë Sevigny (38). Sie inszenierte die Präsentation ihrer neuen Fashion-Kollektion als Protest-Demo für die Freilassung der Band Pussy Riot.

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    Modischer Protest bei der Präsentation der neuen Kollektion von Chloë Sevigny für den Concept-Store Opening Ceremony

Starr standen die Models mit Protestschildern wie „The Agony of Power“ (Die Qual der Macht) oder „Goat Pussy“ (Sündenbock Pussy). Chloë Sevigny selbst hielt ein Transparent auf dem „It's Time To Have Sex“ geschrieben stand. Und auch der Ort, die St. Mark's Church in Manhatten, war perfekt für diese modische Demonstration gewählt. Dazu spielten vor dem Altar Bands wie Light Asylum und Kim Gordon von Sonic Youth.

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„Ich habe mich bewusst vom Thema Protest inspirieren lassen, von der Occupy-Bewegung, von Pussy Riot. Bisher hasste ich es, wenn sich Mode und Politik vermischen. Doch jetzt machte es für mich Sinn“, erklärte Chloë Sevigny gegenüber „The Cut“, der Fashion-Seite des „New York Magazines“.

Modisch ausgedrückt, bedeutet das: Mäntel in A-Linie, Babydoll-Kleider, Mini-Röcke kombiniert mit Holz-Clocks und Kniestrümpfen, viele Karo-Muster und Cord. Eben die rebellischen Stil der 60er-Jahre und den frechen Look von Model-Ikone Twiggy (63).

Sevigny: „Viele meiner Freundinnen hatten diese Periode, wo wir aussehen wollten wie die Mädchen in den Filmen von Jean-Luc Godard.“

Dass dies mehr war, als eine gewöhnliche Modenschau merkten die Besucher spätestens, als die Schauspielerin zu weinen anfing. Später erklärte sie, dass sie überwältigt und extrem geschafft war. Denn selbst für einen Profi gibt es emotionale Eckpfeiler.

Sevigny setzt sich seit der Verhaftung von Pussy Riot für ihre Freilassung ein und designt bereits seit 2008 für „Opening Ceremony“, einem Concept-Store in New York der beiden Kenzo-Designer Humberto Leon und Carol Lim.

Pussy Riot ist eine 2011 gegründete feministische, regierungs- und kirchenkritische Punkrock-Band aus Moskau. Nationale Bekanntheit erlangte der lose Zusammenschluss von circa zehn jungen Frauen durch spontane Auftritte an öffentlichen Orten, wie Metrostationen oder auf dem Roten Platz, bei denen sie in Sturmhauben und grellen Kleidern für Meinungsfreiheit demonstrieren. Ihre Verhaftung im März 2012 löste zahlreiche Debatten über Kunst, Religion und Politik aus – in den russischen und internationalen Medien.

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