Saint-Laurent-Kampagne mit Magermodel verboten

Foto: PR

Saint-Laurent-Kampagne verboten
von Laura Pomer
Diese Werbung ist krank

Das Luxus-Label Saint Laurent gerät aktuell für sein „unverantwortliches“ Verhalten in die Schlagzeilen. Der Grund: seine Werbekampagne mit einem extrem dünnen Model. Diese darf ab sofort nicht mehr gezeigt werden.

Eine Anzeige des Labels Saint Laurent, die in der „Elle UK“ erschienen war, rief Entsetzen in den sozialen Netzwerken hervor – und dann die britische Behörde für Werbestandards (ASA) auf den Plan. Darauf zu sehen: ein auf dem Boden liegendes Model im kleinen Schwarzen. Tatsächlich auf die Mode zu achten, fällt bei diesem Anblick jedoch schwer.

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„Ungesundes Untergewicht“
Die deutlich hervortretenden Rippen des Models, die knochigen Knie und extrem mageren Oberschenkel werden auf diesem Schwarz-Weiß-Foto kunstvoll in Szene gesetzt. Nach Meinung der ASA wird hier ein „ungesundes Untergewicht“ verharmlost. Die Behörde entschied daher, „dass die Werbung unverantwortlich ist“ und ohne eine gründliche Überarbeitung nicht mehr gezeigt werden dürfe.

Wie die ASA weiter erklärt, stehe eine ausführliche Stellungnahme seitens Saint Laurent noch aus. Das Label habe bislang lediglich auf Kritiken der „Elle“-Leser reagiert, dass es die Ansicht, das Model sei „ungesund dünn“, nicht teile.

Slimane mag es klapprig
Designer Hedi Slimane (46), seit 2012 Kreativdirektor der Luxus-Marke, scheint eine Vorliebe für Magermodels zu haben. So sorgte er in den vergangenen Jahren immer wieder für verstörende Anblicke auf dem Laufsteg – zuletzt auf der Paris Fashion Week in Paris im März und bei den Männerschauen im Januar, als Models mit extrem dünnen Beinchen über den Catwalk liefen. Inzwischen hat das französische Gesundheitsministerium per Gesetz verboten, solch dürre Models zu buchen: Labels, die weiterhin mit Hungerhaken werben, drohen eine Geldstrafe von 75.000 Euro und bis zu sechs Monaten Haft.

Übrigens: Erst im Frühjahr hatten die Wachhunde der ASA eine andere Saint-Laurent-Anzeige (für das Parfum Black Opium) aus dem Verkehr gezogen, da sie Drogenkonsum verherrlichen würde.


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