Ralph Toledano ist der neue mächtigste Mann in der Modebranche

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5 Fakten über Ralph Toledano
von Alexandra Kusserow
Wer ist der neue mächtigste Mann in der Mode?

Bewegung im Fashion-Business: Ralph Toledano (61) wird am 1. September 2014 neuer Präsident der „Fédération Française de la Couture“ – der französischen Schneiderinnung für Couture, Prêt-à-porter und Herrenbekleidung. Er bestimmt damit über 104 Designhäuser mit den höchsten Umsätzen der Welt. Doch wer ist überhaupt Toledano? Und warum ist sein Job der einflussreichste im Fashion-Biz? STYLEBOOK erklärt.

  • Ralph Toledano

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    Der Neue: Ralph Toledano wird ab dem 1. September 2014 an Frankreichs Mode-Spitze stehen und die Macht über 104 Mitglieder der französischen Schneiderinnung haben wie Chanel oder Dior

Nach 16 Jahren Schirmherrschaft als Präsident der „Fédération Française de la Couture, du Prêt-à-Porter des Couturiers et des Créateurs de Mode“ legt Didier Grumbach (77) zum Saisonwechsel ab September 2014 sein Amt nieder. Ein würdiger Nachfolger wurde bereits gefunden: Ralph Toledano. STYLEBOOK verrät fünf Fakten über den neuen Machthaber der Modebranche:

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1. Wer ist Ralph Toledano?
Toledano ist aktuell Leiter des Bereichs Mode bei der spanischen Puig Gruppe, zu der große Designhäuser wie Nina Ricci, Jean Paul Gaultier und Carolina Herrera gehören. Wie sein Vorgänger Didier Grumbach – der unter anderem für Yves Saint Laurent und Thierry Mugler arbeitete – mischt Toledano schon lange bei den Größten des Modebusiness mit, zuletzt als Vorstandsvorsitzender bei Chloé und St. John, bevor er im Januar 2012 zu Gaultier wechselte. Zudem war er bisher Leiter des „Chambre Syndicale du Prêt-à-Porter des Couturiers et des Créateurs de Mode“, der Abteilung Konfektion. Heißt: Toledano steigt auf, indem er ab 1. September 2014 als Präsident nicht nur über die Prêt-à-Porter-Mode der Schneiderinnung das Sagen hat, sondern auch über die Haute Couture und Männermode.

2. Wer ist Ralph Toledano NICHT?
Achtung, Ralph Toledano ist nicht mit Dior-Geschäftsführer Sidney Toledano (63) verwandt! Die beiden waren allerdings Klassenkameraden und haben beruflich einiges gemein, denn Sidney Toledano mischt ebenso bei der Schneiderinnung mit: als Leiter des Bereichs Herrenbekleidung.

3. Was kann Toledano?
Dieser Mann ist ein Macher! Er verhalf Guy Laroche wieder zu Ruhm, indem er Alber Elbaz als Chefdesigner engagierte und arbeitete mit Karl Lagerfeld mehr als ein Jahrzehnt an dessen Eigenmarken. Erinnern Sie sich an den Chloé-Hype der frühen 2000er? Unter anderem Toledanos Verdienst, der 1999 zu dem französischen Modehaus wechselte. Er holte frische Designer wie Stella McCartney und die heutige Céline-Designerin Phoebe Philo zu Chloé. Sein Erfolgsrezept: „Eine Modemarke aufbauen bedeutet, zu wissen wer man ist, welches die Werte deiner Marke sind und wie du dich von deinen Mitbewerbern unterscheidest“, verriet Toledano der „South China Morning Post“. Aber: Auch ein Großer holt sich Hilfe. Laut dem Branchenblatt „Women's Wear Daily“ wird sich Toledano für seinen neuen Job als Präsident der französischen Schneiderinnung von Stéphane Wargnier beraten lassen. Er ist seit 1997 Kommunikationsleiter bei Hermès und zudem als Dozent an der renommierten Modeschule „Chambre Syndicale“ in Paris tätig.

4. Wie ist Toledano an den Job gekommen?
Als Bereichsleiter der französischen Schneiderinnung für Prêt-à-Porter-Mode hatte er bereits einen Fuß in der Tür. So schlug Grumbach Toledano als Nachfolger vor. Danach mussten nur noch die zustimmen, über die Toledano nun bald bestimmen darf: 16 Hauptgeschäftsführer von It-Marken wie Balenciaga, Chanel, Chloé, Hermès, Dries Van Noten...

5. Was macht den Präsident der französischen Schneiderinnung so mächtig?
Toledano bestimmt ab September über 104 (!) der weltweit erfolgreichsten High-End-Designermarken mit den höchsten Umsätzen wie Chanel, Dior, Hermès und Louis Vuitton! Denn: Er ist der Macher hinter der Fashion Week Paris, entscheidet über alle Daten und Locations. Und er richtet über die höchste Schneiderkunst – Haute Couture – indem er die Qualitätsstandards für die Industrie ständig überprüft, sichert und entscheidet, welche Designer diesen Terminus überhaupt für ihre Kreationen benutzen dürfen.

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