Protest gegen „Victoria's Secret“-Kampagne
Diese Dessous-Engel sind zu dürr

Die aktuelle „Victoria’s Secret“-Kampagne, in der super dünne Models unter dem Slogan „The perfect Body“ für eine neue BH-Linie werben, erhitzt die Gemüter. Nach zahlreichen Protesten auf Twitter fordert jetzt eine Online-Petition den US-Wäsche-Hersteller dazu auf, sich zu entschuldigen und die Marketingstrategie zu überdenken.

  • „Victoria's Secret“-Kampagne

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    Foto: „Victoria's Secret“

    Diese „Victoria's Secret“-Kampagne sorgt gerade für Ärger. Der Grund: Die Models sind viel zu dünn und der Slogan „The perfect Body“ impliziert ein falsches Schönheitsideal. Eine gerade gestartete Online-Petition soll den Wäschehersteller zur Verantwortung ziehen 

Dass „Victoria's Secret“ seine Reizwäsche nur von schlanken Models präsentieren lässt, ist bekannt – auch wenn die meisten Frauen darin nicht annähernd so aussehen wie Candice Swanepoel (26) oder Alessandra Ambrosio (33). Doch das neueste Werbeplakat des Wäschelabels unter dem Namen „The Perfect Body“ empören die Kunden. Diese Kampagne verbreite ein falsches Frauenbild so der allgemeine Unmut.

Ist Size Zero perfekt?
In der aktuellen BH-Kampagne posieren zehn Top-Models mit auffällig dünnen Gazellenbeinen, durchtrainierten Bäuchen und super schlanken Taillen. Über ihnen prangen die Worte „The Perfect Body“ in fetten Großbuchstaben. Kritiker ärgern die unnatürlich nachbearbeiteten Frauenkörper, die mit einer Durchschnittsfrau nichts mehr zu tun haben und schon gar nicht „perfekt“ seien. Dass das Ganze ein Wortspiel sein soll, versteht leider niemand. Denn mit dem Wort „Body“ ist der Büstenhalter und nicht der Körper gemeint.

Online-Petition gegen falsche Schönheitsideale
Kurz nach Erscheinen der Kampagne haben drei englische Studentinnen eine große Online-Petition gestartet, die das Unternehmen dazu aufruft, solche umstrittene Marketingstrategien zu unterlassen und sich zu entschuldigen. „Diese Art von Werbung richtet eine unglaublich ungesunde Botschaft über Frauenkörper an die Gesellschaft und fördert Gesundheitsprobleme wie eine ablehnende Körperbewertung, ein schlechtes Selbstbewusstsein und Essstörungen“, sagte Frances Black, Mitinitiatorin der Petition, der „Huffington Post“. Bislang wurden 12.500 Unterschriften gesammelt. „Victoria's Secret“ hat sich bisher nicht zu dem Vorfall geäußert.

Proteste auf Twitter
Diese Art von Werbung wird natürlich auch in den sozialen Netzwerken kritisiert. Vor allem auf Twitter zeigen sowohl Frauen, als auch Männer, unter dem Hashtag #iamperfect was sie von der „Victoria's Secret“-Botschaft halten.

Auch Topshop mit Mager-Shitstorm
Auch die britische Modekette Topshop geriet kürzlich unter Beschuss, weil sie ihre Mode an klapperdürren Schaufensterpuppen zeigt. Als die Britin Becky Leigh Hopper (23) ein Bild von sich und einer Mager-Puppe postete, löste sie auf Twitter einen Shitstorm gegen Topshop aus. „Ich habe schon viele dünne Schaufensterpuppen gesehen, aber diese hier sind magersüchtig. Unverantwortlich für eine Firma wie Topshop“ sagt Becky. 

Es geht auch anders
Die deutsche Kosmetikmarke Dove war eine der ersten Firmen, die medienwirksam gegen den Magerwahn kämpfte und den Trend zu  natürlichen Models erkannte. 2006 veröffentlichte die Beautyfirma eine Fernsehwerbung mit ganz normalen Frauen jenseits Kleidergröße 34 und sorgte damit für positives Aufsehen.

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