Pro & Contra: Leoparden-Prints
Der letzte Schrei oder zum Schreien?

Kaum ein anderes Muster ist so umstritten wie der Leoparden-Print. Dass es kein echtes Fell sein muss, da sind wir uns einig. Doch wie schnell und vor allem wie weit darf Frau mit dem Leoparden gehen? Wir lassen die Katze aus dem Sack…

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    Foto: Splash News, Getty Images, Getty Images

    Gwen Stefani, Halle Berry, Emma Roberts

    Katze komplett kann nur eine Rampen-Sau wie Gwen Stefani tragen. Beim Seidenkleid in Leo-Spitzenkombination von Halle Berry stellen sich uns die Nackenhaare auf. Und Emma Watson hat ein besonders dickes schickes Fell. Merke: Leoparden sind eben Einzelgänger! Im Rudel nur schwer zu (er)tragen

PRO:
Ja. Leoparden-Prints müssen sein! Dies haucht, nein faucht, jemand, der für Katzen sonst nichts übrig hat. Weder im großen, noch im kleinen Stil. Doch eben genau das hat dieses Muster für mich: Stil!

Zugegeben, eine gewisse Grund-Sympathie für „Leo“ hat sich durch meine philantropische Art eingeschlichen. Ich kenne einige menschliche Leos, genau genommen Leonard, Leopold oder einfach nur Leo, die mir sehr Nahe stehen. Aber auch rein nüchtern betrachtet, schreibt dieses Muster Modegeschichte!

Heute morgen war mir seit langem mal wieder danach, mein Leo-Seidenkarree ins Haar zu binden. Das Tuch habe ich vor Jahren geschenkt bekommen. Ein Klassiker ist eben, was niemals aus der Mode kommt!

Janine Dudenhöffer Stylebook,
Redaktion

Jayne Mansfield († 34) , Catherine Deneuve (68), Liz Taylor (†79), all die großen Diven – inklusive meiner Großmutter – hatten eine Katze im Schrank. Damals meistens in Form eines Mantels aus echtem Leoparden-Fell. Heute würde uns Peta auf den Pelz steigen. Leoparden stehen unter Artenschutz und machen solch ein Teil heute unbezahlbar – und untragbar.

Bitte nicht falsch verstehen, ich plädiere nicht in jedem Fall fürs Fell. Auch wenn der Total-Muster Look uns im Winter geradezu anspringt, Katze komplett können nur Style-Profis und Rampen-Säue wie Gwen Stefani verkraften. Nein, ich finde EIN Teil mit den charakteristischen „Erdbeerflecken“ – auch, nun ja, Rosettenmuster genannt – reicht völlig aus, um einen Stil sicheren Akzent zu setzen. Miau!

CONTRA:
Animal-Prints sind ein gefährlicher Trend. Sie erinnern schnell an Milieus, in denen schlechter Geschmack dominiert. Dennoch hat sich der Leo-Look aus der modischen Schmuddel-Ecke befreit und es auf die Straßen von Szenevierteln geschafft. Großstädte haben sich in Dschungelcamps verwandelt, überall sieht man Schuhe, Shirts oder am schlimmsten: Leggings  im gescheckten Muster

Zugegeben, immerhin ist dieser animalische Trend politisch korrekt. Im Gegensatz zu Fellwesten lassen Tier-Muster Peta-Aktivisten ruhig bleiben – leider. Eine Petition gegen den Leo-Print wäre dringend geboten. Denn egal, wie dezent man das Muster einsetzt, es wirkt immer billig und prollig. Der Komplett-Look ist richtig zum Schreien und Assoziationen wie Bordsteinschwalbe bleiben nicht aus.

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Hoffentlich stibt der Leo-Look bald aus. Der Animal-Print ist maximal ein witziges Karnevals-Kostüm, aber aus dem Alltag sollte er verjagt werden!

Die Stylebook-Redaktion


Auch in Sachen Stoff und Schnitt kann man bei dem Trend viel falsch machen. Halle Berry macht's vor: Für ein Event hat sie sich in ein enges Leo-Kleid aus glänzendem (!) Stoff und Spitzen-Besatz geschmissen. Und dann hat das Dress auch noch ein XXL-Dekolleté... Das ist nicht sexy, sondern tierisch daneben!

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