Pro & Contra
Der Stil der Olsen-Zwillinge im Mode-Battle

Mary-Kate Olsen und Ashley Olsen (25) spalten Gemüter. Die einen halten sie für den Inbegriff des Boho-Chics, die anderen finden, dass sie aussehen, als tragen sie Omas Klamotten auf. Auch in der STYLEBOOK-Redaktion sorgen die beiden für Diskussionen. Moderedakteurin Susanne Kretschmann verweist die Zwillinge fast jede Woche auf die Liste der am schlechtesten angezogenen Promis. Ihre Kollegin Christine Korte hingegen möchte fast jeden Look der beiden zum Nachstylen empfehlen. Jetzt treten die beiden Redakteurinnen zum Mode-Battle an.

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    Foto: Getty Images

    Die Olsen-Zwillinge im Styleckeck: Die Moderedakteurinnen Christine Korte und Susanne Kretschmann im Mode-Battle

Pro (Christine Korte)

Der Stil von Mary-Kate Olsen und Ashley Olsen
Ich gestehe, ich bin eine Olsen-Twins-Süchtige und gehe regelmäßig auf den Blog „Olsens Anonymous“. Dort werden die neusten Looks der Zwillinge eingestellt, von denen ich fast jeden nachstylen möchte. Ich liebe die Grunge-Note (zerrissene Jeans, ein Haaransatz oder XL-Teile). Ihre lässige Eleganz – ein Mix aus Designer-Kreationen und coolen Vintage-Teilen – macht Mary-Kate Olsen und Ashley für mich zu den Königinnen des Boho-Chics. Trotzdem: Auch wenn's toll aussieht, für mich würde Pelz nicht in Frage kommen.

Das Label der Olsen-Twins „The Row“
Ihr Luxus-Label ist nicht nur in Fachkreisen anerkannt, selbst Präsidenten-Gattin Michelle Obama outet sich als Fan der edlen Olsen-Designs. Kein Wunder: Die Teile sind schlicht und ultraelegant. Trotzdem haben sie den typischen Olsen-Boho-Twist: Flanellhosen im angesagten Pluderschnitt, strenge Bleistiftröcke aus butterweichem Leder und Abendkleider im Art-déco-Stil mit Fransen und Spitze. Neuster Mode-Clou: Die Zwillinge stellten im Nobel-Kaufhaus „Barneys“ in New York ihre erste Taschenkollektion vor– klar, im Vintage-Stil. Die schlichten Bügel-Taschen im Oma-Look sind jetzt schon Verkaufsrenner. Ein lässiger Kroko-Rucksack – für den Luxus-Globetrotter – für umgerechnet schlappe 28 000 Euro ist bereits vergriffen. Ok, ich gebe zu: Der Rucksack zum Mega-Preis kann nicht auf jeder Einkaufsliste stehen.

Die Schauspiel-Karriere
Ja, sie sind keine besonders talentierten Schauspielerinnen. Doch die Tatsache, dass sie in den 90ern erfolgreiche Kinder-Stars im TV („Full House“) waren, hat sie meiner Meinung nach erst zu Mode-Gurus gemacht. Der frühe Reichtum, das junge Jetset-Leben – klar, dass die Mädels sich da mit Luxus-Mode beschäftigen.

Contra (Susanne Kretschmann)

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Der Stil von Mary-Kate Olsen und Ashley Olsen
Übergroße Blusen, Mäntel und Pullover, in denen zwei zierliche Personen verschwinden – die Inspirationsquelle der Olsen-Twins scheint häufig ein Kartoffelsack zu sein. Die Zwillinge finden nicht das rechte Maß. Zu tief geratene Ausschnitte, zu hoch angesetzte Taillen und zu üppig geschnittene Ärmel. Auch die Materialwahl gelingt Mary-Kate und Ashley nicht immer. Langweilig am Körper baumelnde Kleider in Off-White sind mit viel Spitze verziert – Oma-Look! Was ich sonst noch tun kann für den abgestandenen Look? In dem ich mich als 25-Jährige in triste erdige Töne – Braun, Rostrot oder Tarngrün – hülle. Mein Tipp: Nicht zu Hause nachahmen!

Das Label der Olsen-Twins „The Row“
Mir ist es ein Rätsel, dass zwei Mädels mit diesem Stil als Designerinnen Erfolge feiern. Auch wenn ihnen das Maß mit ihren eigenen Kollektionen etwas besser gelingt, kommen die meisten Entwürfe langweilig daher. Solide Basics in Schwarz, Weiß und Grau – das können andere Labels auch. Mischt sich doch mal etwas Farbe hinzu, dann ein dumpfes Ocker oder ein erdiges Braun. Was mich nicht vom Hocker reißt, verkauft sich wie geschnitten Brot. So zum Beispiel ein kantiger schwarzer Kroko-Rucksack ohne nennenswerte Details für umgerechnet 28 000 Euro. Apropos: Wer Krokodilleder verarbeitet, schreckt natürlich auch vor Echtpelz nicht zurück. Allein deswegen sollte das Label boykottiert werden.

Die Schauspiel-Karriere
Süß anzuschauen waren die Schwestern damals in der US-Fernsehserie „Full House“, in der sie sich von 1987 bis 1995 die Rolle der Michelle Elizabeth Tanner teilten. Bis heute stehen sie vor der Kamera, vielleicht nicht gerade mit oscarverdächtiger Schauspielkunst. Allerdings überzeugen sie darin immer noch mehr als mit ihrer Mode. Und vielleicht funktioniert das auch nur so: Das gut laufende Mode-Geschäft ist aus meiner Sicht nur mit ihrem Starruhm zu erklären.

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