Primark: Nach Skandal rechtfertigt sich das Unternehmen

Foto: Getty Images

Primark rechtfertigt sich nach Skandal
Hilferuf-Etiketten sollen nur ein „Streich“ sein

Primark wehrt sich nun gegen Vorwürfe. Angeblich sollen Textilarbeiter aus Asien Hilferufe in Kleider eingenäht haben. Der Fall wurde letzte Woche bekannt. Alles nur ein Fake, behauptet die Günstig-Kette jetzt!

Wie „BILD.de“ berichtete, hat die britische Günstig-Kette Primark jetzt Stellung zu den Vorwürfen wegen der in Kleidung eingenähten Hilferufe genommen. Zwei der Etikette seien sehr wahrscheinlich gefälscht.  Ein weiterer Fall werde noch geprüft.

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Die Fakten
Die beiden Zettel, die aus einer Primark-Filiale im walisischen Swansea stammen, seien eindeutig gleicher Herkunft. Nur sei das eine Kleidungsstück in Rumänien, das andere in Indien produziert worden. Beide seien aber 2013 in der selben Filiale verkauft worden. Und weiter: Im gleichen Jahr fand in Swansea eine Kunstausstellung mit eben diesen Etiketten statt. Die Besucher wurden ermutigt, sie als Protest in Kleidung zu nähen.

Das ließ Primark zu dem Schluss kommen, dass es sich wahrscheinlich um einen „Streich” handelt. Eine dritte Mitteilung, die in Nordirland aufgetaucht war, werde noch untersucht, hieß es weiter.

Die Vorgeschichte
Die Hilferufe, die als Etiketten in Kleidern und Hosen eingenäht waren, haben Kunden der Günstig-Kette in ihrer Ware gefunden. „Zur Arbeit bis zur Erschöpfung gezwungen“, hieß es auf einem Etikett, „Erniedrigende Arbeitsbedingungen“ auf einem anderen. Dann tauchte in Nordirland noch eine Notiz zusammen mit einem Gefangenenausweis eines chinesisches Häftling auf, der gezwungen werden soll, 15 Stunden pro Tag zu arbeiten. Sogar Amnesty International meldete sich zu diesem Fall zu Wort.

Primark stellte erneut fest, dass sich das Unternehmen für gute Arbeitsbedingungen in den Herstellerländern einsetzt. 2013 habe die Firma mehr als 2000 Fabrikinspektionen durchführen lassen. Erst 2013 war Primark in den Fokus der Kritik geraten, als in Bangladesch eine Textilfabrik einstürzte und mehr als 1100 Menschen starben. Auch der Textil-Discounter hatte dort produzieren lassen.


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