Peta enthüllt erneuten Mode-Skandal
So qualvoll sterben Strauße für Luxushandtaschen

Die Tierschutzorganisation Peta gibt einfach keine Ruhe bei Hermès! Nach den Vorwürfen, dass Luxuslabel verwende für seine Krokobags Leder aus qualvoll getöteten Tieren, muss Hermès nun für seine Straußenleder-Taschen arg Federn lassen.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt – sondern Blut. Erneut gerät das noble Image von Hermès in die Negativschlagzeilen. Nachdem im vergangen Juli PETA aufdeckte, Hermès lasse für seine Krokotaschen die Tiere bei lebendigem Leibe häuten, wurde ein neuer Skandal von der Tierschutzorganisation aufgedeckt.

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    Foto: Getty Images

    Nach dem Kroko-Skandal vom Juli 2015 gerät die französische Luxusmarke Hermès erneut unter Beschuss

Aus Straußenküken werden Taschen

So enthüllt die neuste PETA-Recherche, dass für Straußenleder-Taschen und -Accessoires Jungvögel mit Elektroschocks behandelt werden – mit teilweise tödlichen Folgen für die Strauße.

Hierfür begab sich das amerikanische PETA-Team Undercover auf zwei der größten Straußenfarmen in Südafrika – von ihnen stammen bis zu 85 Prozent aller Straußenprodukte weltweit. Das heimlich aufgenommene Video zeigt, wie frisch geschlüpfte Straußenküken, die für gewöhnlich mehrere Jahre bei ihren Eltern bleiben würden, in kargen, schmutzigen Mastplätzen gehalten werden, bevor sie in die Schlachthäuser kommen.

Hermès kein Einzelfall

Dort werden die einjährigen Tiere kopfüber in einen Schlachtschussapparat gehängt und anschließend ausgeworfen, damit ihnen die Kehlen aufgeschlitzt werden können. Danach werden den Straußen die Federn ausgerupft – dabei entsteht die genoppte Struktur, die für Luxustaschen verwendet wird.

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    Foto: Getty Images

    Peta beschuldigt Hermès, Leder aus fragwürdigen Produktionsstätten in Südafrika zu verwenden. Für das begehrte Leder müssen Jungvögel qualvoll sterben

Und Hermès ist laut PETA nicht das einzige Modeluxuslabel, das auf die skandalösen Methoden zurückgreift. Auch Prada wird deswegen angeprangert. Bisher haben sich die beschuldigten Marken zu den Vorwürfen noch nicht geäußert.

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