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Rache wegen Tierquälerei?
Peta-Aktivisten kaufen Luxusaktien von Hermès

Wird es bei Hermès künftig nur noch vegane Handtaschen geben? Wenn es nach der Peta ginge ja. Und die Idee könnte tatsächlich umgesetzt werden. Denn die Tierschutzorganisation hat sich jetzt in den Luxuskonzern eingekauft.

Millionärsgattinnen sollten künftig besser ihre Croco-Bag von Hermès im Schrank lassen. Denn Peta wird demnächst beim Pariser Traditionshaus ein Wörtchen mitreden. Und da passen teure Handtaschen aus Krokodilsleder so gar nicht ins Konzept der Tierschützer.

Peta hat nämlich jetzt Hermès-Aktien gekauft. Nicht viel (Wert: circa 330 Euro). Aber das reicht, um an Aktionärsversammlungen teilzunehmen und Druck auf Hermès auszuüben, was die Verwendung von exotischen Häuten betrifft.

  • Peta gegen Hermès

    Foto: Getty Images

    Keine Krokotaschen mehr bei Hermès? Peta will beim Luxus-Lederwarenkonzern mehr Mitspracherecht haben und hat aus diesem Grund Aktien gekauft

Vom Aktivist zum Aktionär
Seit einer Woche steht der französische Luxus-Lederwarenkonzern massiv unter Druck. Die Tierschutzorganisation hatte ein Internet-Video verbreitet, das zeigt, wie Krokodile angeblich für Hermès-Taschen des Modells „Birkin“ bei lebendigem Leib gehäutet werden.

Ein Schock, auch für die Namensgeberin der Taschen, Jane Birkin (68). Die Schauspielerin verbot Hermès, ihren Namen weiter für die Krokotaschen zu nutzen. Auch Hermès zeigte sich schockiert, beteuerte aber, dass es sich bei den gezeigten Farmen nicht um die Partner für die Hautlieferanten des Hauses handelt. Für die Tierschützer von Peta reicht diese Entschuldigung scheinbar nicht.

Ob Petas Tatik wirklich erfolgreich sein wird, hängt von den übrigen Miteigentümern ab. Falls nicht, werden wohl weiterhin Anti-Hermès-Kampagnen gestartet. Und ein genialer Schachzug ist es trotzdem.

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