Party, Drogen, Überholspur
von Thomas Helbing
Setzt Cara ihre Karriere aufs Spiel?

Cara Delevingne (20) ist derzeit eines der gefragtesten Models der Welt – und hat angeblich ein Drogenproblem. Damit bestätigt sie nicht nur eines der hartnäckigsten Klischees über die Branche, sondern riskiert damit das frühe Ende ihrer Model-Karriere.

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    Foto: getty images, splash news

    Cara Delevingne ist derzeit eines der gefragtesten Models der Welt. Sie war bei den letzten Fashion Weeks bei keiner Show wegzudenken (hier bei Chanel, l.) und tritt immer häufiger bei großen Events auf, wie zuletzt beim Met-Ball 2013 (Mitte). Doch Cara liebt auch das wilde Leben abseits des Catwalks und geht gerne feiern

Es war eigentlich wie immer: Am vergangenen Wochenende stand Model Cara Delevingne vor ihrer Haustür in London. Sie war wie gewohnt am Rumblödeln und von Paparazzi umringt. Während Cara in ihrer Handtasche nach ihrem Schlüssel kramte, fiel ein kleines Plastiktütchen mit weißem Pulver auf die Straße. 

Cara stellte sofort ihren Schuh drauf und zog das Tütchen zusammen mit ihrer Handtasche schnell zu sich, als wäre nichts gewesen. Doch für die lauernden Fotografen war es der perfekte „Money Shot“ (ein Foto, mit dem sich viel Geld verdienen lässt). Noch ist nicht bestätigt, ob es sich bei dem Tütcheninhalt tatsächlich um Kokain handelt. Doch der Verdacht liegt auf der Hand.

Modegigant H&M, für den das Model arbeitet, soll laut eines Berichts des US-Magazins „OK!“ bereits erwägen, Delevigne nicht mehr zu buchen.

Konkret bestätigen wollte das schwedische Modehaus diese Gerüchte auf Nachfrage nicht. Eine H&M-Sprecherin sagte jedoch zu STYLEBOOK: „Fakt ist, dass wir bezüglich Drogen eine strenge Politik verfolgen und diese absolut nicht tolerieren.“


Sollte sich der Verdacht erhärten, könnte es erst einmal vorbei sein mit Caras steilem Aufstieg in den Model-Olymp. Auch andere Auftraggeber werden dann sicherlich Abstand nehmen. Schließlich will kein Label mit Drogenkonsum in Verbindung gebracht werden.

Woran erinnert uns das alles? Klar, an „Cocaine Kate“.


2005 tauchte ein Video auf, das eine koksende Kate Moss (39) zeigte. Das Model verlor daraufhin Werbeverträge bei H&M, Rimmel und Burberry. Viele glaubten, von diesem Karriere-Knick würde sie sich nie mehr erholen. Doch die Branche vergaß schnell. Es dauerte nicht lange und Kate Moss war gefragter und erfolgreicher denn je.

Ohnehin haben Cara und Kate viel gemeinsam: die Aura des hippen Londons, die Rotzigkeit, diese Egal-Attitüde, die kleine Statur (Cara ist „nur“ 1,73 Meter groß, Kate 1,70) – und letztendlich auch das Partygirl-Image. Vielleicht empfindet Cara das als Freifahrtschein, frei nach dem Motto: Was die Moss kann, darf ich auch. Doch würde die Mode-Elite Caras Lebensstil genauso tolerieren wie seinerzeit Kates? Wohl kaum. Immerhin war die zum Zeitpunkt des Koks-Skandals bereits eine Model-Ikone und gut vernetzt in der Branche. Cara hingegen steht noch am Anfang.

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Sie wird sich also entscheiden müssen: entweder künftig als feierndes Szene-Girl Schlagzeilen machen – ODER zum neuen Supermodel einer ganzen Generation aufsteigen. Sie hat es in der Nase..., ähm, Hand.


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