Onlineshop bietet Hunde als Accessoires an
Diese Mode ist nicht „Wau“!

Manche Promi-Lady verwechselt ja gerne ihren kleinen Wauwau mit einem Accessoire. Dass nun ein britischer Onlineshop anscheinend Hundewelpen als Fashion-Accessoire anpreist, sorgt für gewaltig Empörung im Netz.

Der britische Fashion-Retailer Lyst bietet Hundewelpen zum Verkauf an – das glaubt der Kunde zumindest, wenn er den Onlineshop besucht. Auf der Startseite von Lyst wird die neue „Canine Collection“ mit folgendem Motto beworben: „Vervollständige deine Sommerkleidung mit einem vierbeinigen Freund“.

  • Lyst

    Foto: Lyst.com

    Einen Mops für 649 Euro, der Dackel für 672 Euro. Der britische Onlineshop Lyst verkauft scheinbar Hundewelpen als modisches Accessoire. Diese Ware kommt uns nicht in die Tüte!

Tierquälerei oder schlechter Scherz?
Und auch der offizielle Twitter-Account von Lyst bietet die neuen „Accessoire-Hunde“ als Must-Have für den Sommer an: „Die Nachfrage ist unglaublich hoch, unsere Bestände an Französischen Bulldoggen gehen aus, bestellt also jetzt schnell einen!“ Zwischen 33 verschiedenen Rassen und Größen (XS, S und L) kann gewählt werden. Den günstigsten Hund, einen Deutschen Schäferhund, gibt es bereits für 380 Euro, am teuersten ist der Husky mit 615 Euro.

Shitstorm im Netz
In den Sozialen Netzwerken ist man über diese Verkaufsstrategie entsetzt. „Das ist ekelerregend. Hunde sind keine Accessoires“, entrüstet sich etwa eine Nutzerin auf Twitter, eine andere fragt: „Ist das ein kranker Scherz?“ Und, wir lösen auf: So ist es tatsächlich...

  • Lyst

    Foto: Lyst.com

    Nein, den Chihuahua für 445 Euro gibt es nicht zu kaufen. Ebenso wenig wie die anderen 32 Hunderassen. Es handelt sich lediglich um eine Werbekampagne von Lyst – allerdings ist diese gründlich nach hinten losgegangen

Krasse Werbe-Masche!
Mit einem Klick auf „Bestellen“ landet der Wunschhund also nicht im Warenkorb, sondern der Kunde bekommt den Hinweis, sich per E-Mail bei Lyst zu melden. In Wahrheit nämlich handelt es sich hierbei um eine Werbekampagne. Die tierischen „Fashion Accessoires“ können selbstverständlich NICHT gekauft werden. Aufgrund des Shitstorms hat das Londoner Unternehmen trotzdem reagiert und die Preise durch den Vermerk „Not For Sale“ ersetzt.

Die PR-Managerin Joanna Christie will den ganzen Wirbel nicht so recht verstehen. „Wir ahnten, dass die Leute die Kampagne entweder lieben oder hassen würden. Dennoch waren wir überrascht über die sehr negative Reaktion auf Social Media“, wie sie gegenüber der „Huffington Post UK“ verriet. Eine Einsicht hat die Firma jedoch nicht: „Wir werden auch in Zukunft weiterhin provokante PR-Kampagnen launchen“.

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