Heute geht die Wiesn los
Zehn Dinge, die Sie über das Dirndl wissen sollten

Am 20. September um 12 Uhr wird das Oktoberfest in München eröffnet. Dann heißt es nicht nur wieder: „O'zapft is!“, sondern auch „O'zogn is“. Damit's auch fesch ausschaut, hat STYLEBOOK.de gemeinsam mit Münchens Trachten-Designern die zehn wichtigsten Fakten für ein zünftiges Dirndl zusammengefasst.

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    Wiesn-Promis wie (v. l.) Marie Nasemann, Verena Kerth, Barbara Maier und Julia Siegel wissen wie man sich imposant ins Dirndl wirft

1. Farben
„Heuer liegen besonders Pastelltöne im Trend, die die Weiblichkeit wunderbar unterstreichen“, verrät Sandra Abt vom Dirndl-Label AlpenHerz in München. Trachten-Designer Daniel Fendler setzt in diesem Jahr auf Non-Colours wie gedecktes Kupfer, Taubenblau und Steingrau, aber auch auf intensive Töne wie Smaragdgrün und Petrol. Dirndl-Queen Lola Paltinger will sogar einen Trend zu gedeckten, dunkleren Farben ausgemacht haben. Geht immer, weil absolut zeitlos: Dunkelblau, Dunkelgrün und Rot.

2. Länge
Die ist eine Grundsatzentscheidung. „Zu kurz ist nach wie vor out, ebenso wie zuviel Holz vor der Hüttn“, erklärt Lola Paltinger. Schön für lange Beine sind Midi-Dirndl, die knapp bis übers Knie reichen. Die aktuelle Trendlänge reicht etwa bis zur Wadenmitte. Dazu passen Ballerinas oder Schnürstiefel. Zeitloser Klassiker: Das knöchellange Modell.

3. Qualität
Hat ihren Preis. Auch beim Dirndl. Für den Wiesn-Neuling taugt ein Baumwoll-Kleid. Und damit liegt man diese Wiesn-Saison absolut im Trend. „Baumwoll- und Leinendirndl sind angesagt: Sie verleihen ihrer Trägerin eine mädchenhafte Eleganz“, verrät Trachten-Designerin Lola Paltinger. Aber auch hochwertige Seide bleibt im Trend. Definitiv out sind Brokat und viel Bling-Bling. Dafür angesagt sind edle, traditionelle Stickereien. Wer was auf sich hält, kauft nicht von der Stange, sondern lässt nach Maß schneidern. Maß-Dirndl kosten ab 800 Euro. Aber: Ein gutes Teil lässt sich mindestens zehn Jahre lang tragen.

4. Bluse
Meistens blütenweiß, typisch mit Puffärmeln (lassen pralle Oberarme schmal aussehen) und elegantem Carmen-Ausschnitt (also leicht schulterfrei). Wird unter dem Mieder getragen und reicht nur bis kurz unter die Brust. Es gibt mittlerweile auch Dirndl ohne Bluse – auf die Wiesn aber bitte in voller Montur gehen! 

5. Dekolleté
Vui huift vui. Oberstes Credo: Das Dekolleté muss absolut betont werden. Für ein sexy Dekolleté braucht’s den richtigen BH: Perfekt ist eine knapp geschnittene Balkonett-Form und weit außen sitzende Träger. Keine Modelmaße? Super! Denn erst mit ein paar Rundungen an den richtigen Stellen sieht ein Dirndl richtig gut aus.

6. Unterrock
Den brauchen wir, damit das Dirndl so richtig schön schwingt! Das haben wir bei Designerin Lena Hoschek gelernt. Unterröcke (ob in der Farbe des Dirndls oder klassisch in schwarz oder weiß) sind mega angesagt.

7. Mieder
Ohne geht's nicht, schließlich zaubert es eine schöne Taille. Das klassische Dirndl besteht aus einem vorne geschnürten Mieder und einem Faltenrock, der daran angenäht ist.

8. Schleife
Alles andere als egal, denn hinter der Schürzen-Schleife versteckt sich tiefere Symbolik: Mit der rechts gebundenen Schleife kommuniziert die Trägerin „Ich bin vergeben“, links gebunden heißt „noch zu haben“. Die Jungfrau bindet sie vorne mittig, die Witwe hinten.

9. Schmuck
Traditionell trägt man zum Dirndl ein Kropfband. Also ein breites, eng anliegendes Samtband, das mit Perlen oder Stickereien verziert ist und ein Mittelstück hat, das mit Ornamenten besetzt ist. Das sieht nicht nur sehr elegant aus, sondern macht auch einen langen Hals! Auch schick: Herzerl-Anhänger an silbernen Ketten oder farbigen Satinbändern. Setzt sich immer mehr durch: das Charivari (sprich „Schariwari“). Dahinter verbirgt sich eine filigrane silberne Kette, die mit kleinen Anhängern und Talismanen verziert ist. Wird am Mieder getragen.

10. Tasche
Um einen Tag im Bierzelt zu überstehen, gilt es natürlich, allerlei griffbereit zu haben. Praktisch: Viele Dirndl haben unter der Schürze eine Tasche eingearbeitet. Zusätzlich reicht dann oft eine Clutch – die sieht zum Kleid eleganter aus als eine Umhängetasche. 

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