STYLEBOOK trifft Halle Berry
„Wenn Du durch die Hölle gehst, geh einfach weiter“

Für ihre neue Rolle im Thriller „The Hive“ trägt Halle Berry (46) neuerdings einen Lockenkopf. Wie wichtig es für sie ist, stets wandelbar zu sein, erzählt die Oscar-Preisträgerin beim exklusiven Interview mit STYLEBOOK in New York. Dort traf Ilka Peemöller die Schauspielerin beim Kampagnen-Shooting für ihre Herbst/Winter-Kollektion „5th Avenue“ von Deichmann.

STYLEBOOK: Ihr Haar sieht ganz anders aus – gefallen Sie sich damit? Oder sagen Sie sich: Augen zu und durch?
Halle Berry: Ich liebe es, Neues auszuprobieren, denn ich bin zugegebenermaßen ziemlich schnell gelangweilt. Und es ist doch großartig für Frauen, dass wir uns immer wieder verändern können, oder? Haare sind heutzutage wie ein Accessoire – wir können mit Extensions oder Haarfarben experimentieren und so einen neuen Look kreieren.

Wie gut, dass Sie einen Beruf haben, in dem Sie ständig in neue Rollen schlüpfen – so wird es  nie langweilig…
Genau das liebe ich an der Schauspielerei. Ich bin wie ein Chamäleon, ich kann von einem zum nächsten Moment etwas ganz anderes sein. Das gilt natürlich auch für meine privaten Styles – ich mag es, mich immer wieder auszuprobieren. Ich habe ja auch nicht nur High Heels im Schrank, sondern genauso Boots, Flip Flops, flache Schuhe – jedem Anlass entsprechend.

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    Foto: PR

    Die neue Deichmann-Kampagne mit Halle Berry wurde in New York von Ruven Afanador geshootet...


In Ihrem Schuhschrank haben Sie mehr als 1000 Paar Schuhe, dazu können Sie sich alles leisten. Was ist für Sie der größte Luxus in Ihrem Leben?
Luxus hat für mich nicht unbedingt etwas mit materiellen Dingen zu tun. Für mich ist es der größte Luxus, den ganzen Tag mit meiner Tochter zu verbringen. Denn als arbeitende Mutter kann ich nicht so viel Zeit mit ihr verbringen, wie ich gerne würde.

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Ist Ihre Tochter Nahla Ihnen sehr ähnlich?
Wie jedes andere vierjährige Kind hat sie unglaublich viel Energie. Sie liebt es, immer wieder Neues auszuprobieren. Und für ihr Alter hat sie schon einen unglaublich guten Sinn für Humor, sie ist wirklich lustig.

Weniger lustig war es, als Sie sich gleich zu Beginn der Dreharbeiten zu „Wolkenatlas“, der im November in Berlin Premiere feiert, Ihren Fuß gebrochen haben. Ist wieder alles ganz in Ordnung?
Es ist zwar besser, aber er ist immer noch nicht hundertprozentig geheilt. Es wird wohl auch nie ganz heilen, das ist die traurige Nachricht. Das hält mich aber nicht davon ab, High Heels zu tragen. Ich liebe hohe Schuhe!

Höhen und Tiefen gab es viele in Ihrem Leben – gibt es etwas, das Sie bereuen?
Nein, ich bereue nichts. Alles, was passiert ist, sollte passieren – es hat mich zu genau der Frau gemacht, die ich heute bin. Deshalb würde ich auch nichts ändern wollen. Alles passiert aus einem bestimmten Grund.

Klingt sehr spirituell, haben Sie ein spezielles Mantra?
Ja! Wenn du durch die Hölle gehst, geh’ einfach weiter (lacht). Das hat bei mir funktioniert. Und ich kann das beurteilen, denn ich bin schon einige Male durch die Hölle gegangen. Es geht darum, dass man mit seinen Herausforderungen wächst und dass man seine Lektion lernen muss. Dass einem klar wird, dass höhere Kräfte im Spiel sind und es Teil unseres Lebens ist.

Wenn Sie zurückblicken: Inwieweit haben Sie sich in all den Jahren verändert?
Ich denke, ich bin immer noch die gleiche, aber ich hatte so viele Höhen und Tiefen. Ich bin Mutter geworden, und ich werde wieder heiraten – obwohl ich gesagt habe, dass ich es nie wieder tun werde.

Angeblich soll die Hochzeit mit Olivier Martinez ja noch in diesem Jahr stattfinden?
Ach, wirklich? Da wissen Sie aber mehr als ich. (grinst)

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