Mode-Trend 2015 Fake Fur: Darum ist Webpelz besser als echtes Tierfell

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Trend Faux Fur: Fashionistas lieben jetzt Fakes!
von Pia Sundermann
Der grosse Flauschangriff

Echte Pelze gehören in die Steinzeit – heute tragen wir guten Gewissens Fake Fur! Und der ist nicht nur kuschelig warm, sondern sieht dank Designer wie Stella McCartney richtig gut aus. Von wegen „Billiger Fiffi“!

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    Dank cooler Designer wie Stella McCartney erleben unechte Pelze ein Comeback. Sie sind nicht nur ethisch korrekt, sondern sehen oft noch besser aus als die echten Pelze und sind natürlich auch noch viel günstiger. Schauspielerin Chloe Sevigny (40) trägt ein Fake-Fur Modell in der Trendfarbe Marsala aus der Stella McCartney Pre'Fall Kollektion 2015

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Kunstpelz, heute Fake oder Faux Fur gennant, gibt es schon seit den 50er-Jahren. Doch bis vor wenigen Jahren führten sie ein Nischendasein. Zu minderwertig war die Qualität des Webpelzes, zu billig der Look. Doch dank coolen Designern wie Stella McCartney und neuen Fake-Fur-Labels wie Shrimps erleben die „falschen Hasen“ derzeit ein ungeahntes Comeback.

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STYLEBOOK.de erklärt, worauf Sie beim Kauf von Kunstpelz-Stücken achten sollten:

Woraus besteht Kunstpelz?
Webpelze sind aus Polyester, Polyacryl-Fasern oder Baumwolle angefertigt. Unechte Pelze haben mittlerweile sogar entscheidene Vorteile gegenüber echten: sie sind leichter, günstiger, geruchsneutraler und natürlich politisch korrekt. Und nein: Kunstpelz ist ökologisch nicht weniger bedenklich als ein Teil aus echtem Tierfell – im Gegenteil. Auch echter Pelz muss vor der Weiterverarbeitung mit Chemie behandelt werden, ähnlich wie beim Gerben von Leder. Das unabhängige Forschungs- und Entwicklungs-Instituts CE Delft hat herausgefunden, dass  bei der Herstellung eines Echtpelzmantels von der Zucht der Tiere bis zur Verarbeitung ihrer Felle ca. 300 Kilogramm CO2 freigesetzt werden, beim Kunstpelzmantel sind es ca. 50 Kilogramm.

Wie wirkt mein Fake Fur „echt“?
Häufig kann man echten von unechten Pelzen gar nicht mehr unterscheiden. Je unterschiedlich lang die Fasern sind, umso echter sieht Fake Fur aus. Die Modelle von heute fassen sich so weich an, wie echter Pelz und wärmen fast genauso gut.

Wie kann man echten von unechten Pelz unterscheiden?
Es gibt verschiedene Tests, Fake Fur zu erkennen. Zum Beispiel der Pustetest: Echtpelz bewegt sich schon bei einer leichten Prise, Kunstpelz bleibt stabil. Noch effektiver: der Brenntest. Rupfen Sie ein paar Fasern aus und entzünden diese mit einem Feuerzeug. Tierhaar riecht wie menschliches Haar nach Horn und verbrennt normal, Kunstfasern riechen nach Plastik und zerschmelzen zu einem Klumpen.

Welche Designer entwerfen tollen Fake Fur?
Charlotte Beecham aus London, Ainea aus Italien und naürlich Stella McCartney sind Namen, die Sie sich merken sollten. Doch das aktuelle In-Label der Stars heißt Shrimps. Die Londoner Designerin Hannah Weiland (24) entwirft Faux-Fur-Kreationen mit Sinn für Humor. Alle Kreationen sind knallbunt und sehen aus, als stammen sie vom „The Royal Tenenbaums“-Filmfundus. Fans der ersten Stunde sind Londons It-Girls Poppey Delevigne (28) und Alexa Chung (31).

Gibt es Fake-Fur-Trends?
Fake Fur muss farblich gar nicht mehr wie echter Pelz aussehen, sondern darf gerne in allen erdenklichen Regenbogenfarben daherkommen. Trend für die aktuelle Fake-Fur-Saison 2015: Zarte Eiscremefarben wie Pastellgelb, Flieder oder Himmelblau.

Wie wird Fake Fur gereinigt?
Im Gegensatz zu echten Pelzen ist die Pflege von Kunstpelzen unkompliziert. Einfach in einen Wäschesack oder Kissenüberzug packen und mit Woll- oder Feinwaschmittel bei Feinwäsche in die Waschmaschine stecken. Nach dem Waschen bürsten, trocknen, fertig! Falls sich dennoch Zottel oder Verfilzungen bilden, hilft eine einfache Haarbürste das Fell wieder weich und plüschig zu kämmen. Hilft auch, wenn der Mantel nach Regenguss eine kleine Auffrischung benötigt.


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