Mode-Geheimnis von Natalie Portman & Co.
Das sind die Star-Stylisten aus Hollywood

Stylisten sind die Könige von Hollywood. Sie bestimmen, was die Leinwandgöttinnen auf dem roten Teppich tragen und rücken mittlerweile selbst ins Rampenlicht. STYLEBOOK erklärt die Maschinerie des „Celebrity Dressing“ und welcher Styling-Profi welches Sternchen modisch berät.

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    Foto: Getty Images, ddp images/AP

    Cher Coulter (mittleres Foto links)

    Bevor die Britin die Lieblingsstylistin von Kate Bosworth (mittleres Foto rechts) wurde, arbeitete sie für „ID“, Vivienne Westwood und Hermès. Sie machte ihren Design-Abschluss an der berühmten Central St. Martins und gehörte zur Clique um Stella McCartney und Phoebe Philo. Chers Styling-Credo: nachlässig glamourös. Zu ihrem Kundenkreis zählen auch Elizabeth Olsen (links) und Kirsten Dunst (rechts)

Zuletzt konnte man es wieder bei den Oscars beobachten: Die wahren Stars des Abends wahren nicht die Leinwandgöttinnen selbst, sondern Armani, Gucci, Versace, Marchesa und Dior. Denn wenn die Stars über den roten Teppich vor der Gala laufen, gibt es für die Reporter nur eine entscheidende Frage: „Von welchem Designer ist Ihr Kleid?“

Warum das so wichtig ist, verrät Susan Ashbrook in ihrem Buch „Will Work For Shoes“: „Die Academy Awards sind der Super Bowl der Fashionbranche.“ Heißt: Für die Designerlabels ist die Oscar-Nacht die prestigeträchtigste Modenschau der Saison. Die Hollywoodstars sind deren Werbeträger. Nirgendwo lassen sie sich besser bewundern und vermarkten als auf dem roten Teppich der Oscar-Verleihung. Schließlich gehen die Bilder von Michelle Williams in Louis Vuitton und Rooney Mara in Givenchy an geschätzte 44 Millionen Fernsehzuschauer in 150 Länder. Man sagt, eine Oscar-Gewinnerin habe einen Marktwert von 25 Millionen Dollar.

Da wird natürlich nichts dem Zufall überlassen. Und so kümmern sich um den perfekten Look der Hollywood-Prinzessinnen Profi-Stylisten wie Susan Ashbrook, die unter anderem Stars wie Kim Basinger betreute und das Geschäft des „Celebrity dressing“ aus dem Effeff kennt.

Die berühmteste dieser Zunft ist allerdings Rachel Zoe . Sie ist mittlerweile genauso oft in den Hochglanzmagazinen abgedruckt wie ihre prominenten Kundinnen, beispielsweise Anne Hathaway, Cameron Diaz und Eva Mendes. Zoe über die Macht ihres Jobs: „Anna Wintour ist meine Heldin, aber alle sagen mir, dass ich viel einflussreicher bin. 'Vogue' ist natürlich ganz großartig, hat aber leider keine Wirkung darauf, wie gut die Geschäfte eines Designers laufen. Wird aber ein Celebrity in der Paparazzi-Presse mit einer völlig unbekannten Marke abgebildet, kann daraus innerhalb einer Woche der angesagteste Designer der Welt werden“, sagte sie einst im Interview mit der „New York Times“. 

Einen ganz anderen Weg ging der Stylist von Lady Gaga, Nicholas Formichetti. Er wurde 2010 Kreativdirektor des Labels Mugler – gut für ihn und für das Pariser Modehaus mit der Pop-Lady als Zugpferd.

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Normalerweise funktioniert der Imagetransfer zwischen Ausstatter und Star so: Früher schickten die Designer den Prominenten alles ins Haus, was deren Stylisten bestellten. Doch so konnten sie nie sicher sein, dass ihre Robe auch getragen wurde. Heute schließen die Modehäuser exklusive Verträge, die den Star dazu verpflichten, einen bestimmten Designer zu tragen. Stets wird behauptet, Geld fließe dabei nicht. Mittlerweile weiß man zum Beispiel, dass Reality-Star Kim Kardashian pro Kaufhinweis, den sie auf Twitter verbreitet, 25.000 Dollar verdient. Nicht selten springt ein lukrativer Werbevertrag aus der Verbindung heraus.

„Die Academy Awards sind der Super Bowl der Fashionbranche.“

Stylistin Susan Ashbrook in ihrem Buch „Will Work For Shoes“

Das Talent von Top-Aktricen wie Angelina Jolie und Gwyneth Paltrow beschränkt sich heute nicht einfach mehr nur auf ihre Schauspielkunst. Zum Job eines Hollywoodstars gehört es auch großartig auszusehen. Dafür brauchen sie Helfer, Stylisten, die für sie einen Look kreieren. Die kassieren für ihre Dienste bis zu fünfstellige Tagesgagen.

Leslie Fremar, u. a. verantwortlich für die Garderobe von Reese Witherspoon, formulierte ihre Aufgabe in der „Los Angeles Times“ folgendermaßen: „Wir kennen den Markt, wir kennen die Trends, wir haben die Kontakte, um das heranzuschaffen, was die Stars brauchen damit sie selbstbewusst Auftreten.“ Wenn es sein muss sogar auf dem Weg zum Supermarkt ...

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