Mode-Erbe vermisst Vittorio Missoni in Venezuela entführt?

Vittorio Missoni (58), Erbe der italienischen Mode-Dynastie wird seit Freitag, den 4. Januar, vermisst. Er saß in einem Kleinflugzeug in Venezuela, auch seine Ehefrau war an Bord. Die Familie klammert sich an Entführungsspekulationen.

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    Foto: Getty Images

    Vittorio Missoni wird seit Freitag, den 4. Januar vermisst. Seine Schwester Angela (rechts) macht sich große Sorgen und hält eine Entführung für möglich

Die Familie Missoni hüllt sich in banges Schweigen und klammert sich an den Gedanken eines möglichen Verbrechens, zum Beispiel durch Drogenbosse. „Es ist besser gekidnappt zu werden, als dass sie auf dem Meeresgrund liegen. Wir hoffen, dass alle am Leben sind und es ihnen gut geht“, zitiert die italienische Zeitung „Il Giornale“ Vittorios Schwester Angela Missoni.

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Sie ist nicht die Einzige, die an einem wetterbedingten Unfall zweifelt. Der Sohn von Guido Foresti, einer der vier Passagiere an Bord der Maschine, bekam eine seltsame SMS am späten Sonntagabend: „Ruf an, wir sind nun zu erreichen.“ Die Telefongesellschaft bestätigte den Eingang. Es sei aber nicht möglich, genau zu sagen, wann die Textnachricht verschickt wurde. Das Telefon des Vaters blieb ausgeschaltet.

Seltsam ist auch, dass der Zweimotorer angeblich Treibstoff für drei Flugstunden im Tank hatte, obwohl der Flug von Los Roques nach Caracas nur etwa 45 Minuten dauert. Seit Jahren gehen Gerüchte um, dass kolumbianische Drogenkartelle etwas mit dem Verschwinden von Kleinflugzeugen zu tun haben könnten.

Enrique Rada, ein einheimischer Pilot, der mit seiner Cessna 402 exakt eine Minute nach Missoni gestartet war, sagte zu einem italienischen Radiosender: „Sie sind direkt vor mir verschwunden – verschluckt von einer riesigen Wolkenmasse“. Er und seine Kollegen halten einen Unfall für möglich .

Am vergangenen Freitag flogen der Modemacher Vittorio Missoni, seine Frau Maurizia Castiglioni, zwei italienische Freunde und zwei venezolanische Besatzungsmitglieder von der Insel Los Roques, Venezuela, in die Hauptstadt Caracas. Sie hatten auf der karibischen Insel ihren Weihnachtsurlaub verbracht. Fünf Minuten nach dem Start verschwand das Kleinflugzeug vom Radar, etwa zehn Seemeilen südlich von Los Roque. Seitdem gilt die Reisegruppe als vermisst. Wegen rauer See gestaltet sich die Suche bislang schwierig. Nach drei Tagen ist sie am Montag intensiviert worden. Die Nationalgarde durchsuchte ein Gebiet von mehr als 660 Quadratkilometern.



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