Maria Höfl-Riesch im Interview
Modische Nummer Eins auf der Piste

Zusammen mit dem Modelabel Bogner hat Maria Höfl-Riesch eine Ski-Kollektion entworfen. Warm halten, funktional sein und gut aussehen – kann ein Schneeanzug das schaffen? STYLEBOOK hat la Riesch zum Thema interviewt.

1. Maria, wie kamen Sie auf die Idee, eine Ski-Kollektion zu entwerfen?
Ich interessiere mich sehr für Mode. Von daher war ich sofort begeistert, als Willy Bogner mir das Angebot machte, eine eigene Ski-Kollektion für sein Label mitzuentwickeln. Die meiste Arbeit haben natürlich die Designer erledigt, aber ich konnte viele Ideen mit einbringen, zum Beispiel für die farbliche Gestaltung und die Schnitte. Inzwischen arbeiten wir schon an der nächsten Kollektion. Man vermutet ja nicht, was da alles dranhängt, bis ein einziges Teil so aussieht, wie man es sich vorgestellt hat.

2. Was ist das besonderer an dieser Ski-Kollektion? Schnitte, Farben...
Mir war wichtig, dass die Stücke nicht nur modisch im Trend liegen, sondern auch funktional sind. Die Hosen etwa sollten zwar eng geschnitten sein, aber in keiner Weise die Bewegungsfreiheit einschränken. Und Jacken und Hose sollten reichlich Taschen haben, damit mal alles, was man im Urlaub beim Skifahren braucht, gut und griffbereit verstauen kann. Etwas Besonderes ist aber auch das M als Markenzeichen der Kollektion, das aus einer doppelten Eins besteht. Damit steht das M nicht nur für meinen Vornamen, sondern gleichzeitig für meine beiden Olympiasiege.

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    Foto: pr

    Goldmari(e)a

    Maria Höfl-Riesch in der goldenen Ski-Twill-Daunenjacke mit einem Helm, der auch vor Kälte schützt

3. Materialien: Welche wurden verwendet – damit Frau auf der Piste nicht friert und trotzdem nicht aussieht wie ein Michelin-Männchen?
Für die kurz geschnittene goldene Daunenjacke zum Beispiel – für mich das Highlight der Kollektion – wurde wasserdichter und hochglänzender Ski-Twill verwendet, gefüttert mit feinsten Daunen. Die  dazu passende, eng geschnittene Skihose besteht aus extrem wasserdichtem, zugleich aber atmungsaktivem Four-Way-Stretch. Das ist eine Mischung aus Polyester und Elasthan.

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4. Was empfehlen Sie für DRUNTER? Was hält Beine, Oberkörper, Füße zusätzlich warm?
Qualitativ hochwertige Skiunterwäsche, die warm hält und gleichzeitig durchlässig ist für Schweiß, ihn praktisch nach außen abtransportiert. Darüber, am Oberkörper, sollte man einen sogenannten "First Layer" tragen, den gibt es auch in der Maria-Kollektion. Für warme Füße empfehle ich Skisocken mit Merino-Wolle, die aber nicht zu dick sein sollten.


5. Was darf in Sachen Beauty nicht fehlen, wenn Sie auf die Piste gehen? Wie schützen Sie Haut und Haare vor Sonne und Kälte?
Für die Haare brauche ich nichts, da ich immer Helm trage. Sonnenschutz für die Haut ist das Wichtigste! Ich nehme am liebsten Shiseido Sonnenpuder – das ist quasi Make-up und Sonnenschutz in einem. Bei extremer Kälte ist es ratsam, darunter eine Kälteschutzcreme aufzutragen. Außerdem wasserfeste Wimperntusche und Lip Balm mit möglichst hohem LSF.

6. Und danach? Après Beauty?
Wenn man Kälteschutz verwendet hat, sollte man hinterher das Gesicht gut reinigen, da sonst das in der Creme enthaltene Fett die Poren verstopft. Ein warmes Fußbad erweckt unterkühlte Füße wieder zum Leben. Und ganz wichtig: Hände und Füße immer mit reichhaltigen Cremes pflegen.
 
7. Kann man die Teile aus der Kollektion auch abseits der Piste anziehen, in der Stadt?

Auf jeden Fall, damit ist man auch in der Stadt bestens gekleidet – und schon farblich immer ein Hingucker. 

8. Welches ist Ihr Lieblingsteil aus der Kollektion?

Ich finde, dass alle Stücke sehr gut gelungen sind, ob das die Slim-fit-Skihosen mit goldfarbenen Zips und Swarovski-Stickerei sind oder die Softshelljacken mit Pikee-Oberfläche. Aber das Prunkstück ist sicher die goldfarbene Skijacke mit dem mit Swarovski-Strasssteinen besetzten M – schon weil Gold im Sport meine Lieblingsfarbe ist. 

9. Ihr Lieblings-Ort, wenn Sie privat auf die Piste gehen?
Dazu komme ich leider äußerst selten. Aber wenn, dann fahre ich am liebsten in Garmisch-Partenkirchen, meinem Heimatort. Auf den Hängen dort hat alles begonnen, da habe ich das Skifahren gelernt. Und natürlich auch in Kitzbühel, wo ich jetzt wohne.

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