Maison Martin Margiela in Paris: Masken und Vermummung

Foto: Getty Images

Maison Martin Margiela zeigt Haute Couture in Paris Hier geht’s nicht um schöne Frauen, sondern um schöne Mode!

Sie haben es wieder getan. Das Haus Martin Margiela hat bei seiner Haute-Couture-Show in Paris die Gesichter seiner Models erneut mit Masken und Tüchern verhüllt. Für seine avantgardistischen Entwürfe und das Anonymisieren von Personen ist das Modehaus bekannt...

  • Kanye West mit Maske bei Maison Martin Margiela in Paris

    1/5

    Foto: Getty Images

    Anonymität bei Maison Martin Margiela

    Die Highlights der Kollektion waren nicht die Masken, sondern Mäntel, auf denen tausende kleiner Metallfäden angebracht waren…

Haute Couture ist die höchste aller Schneiderkünste, ihr gebührt Respekt und Ehre. Und ginge es nach dem Label Maison Martin Margiela (MMM), sollten davon auch keine hübschen Gesichter ablenken. Deshalb zeigte das Modehaus bei den Haute-Couture-Schauen in Paris seine handgefertigten Stücke einmal mehr an Models, deren Gesichter verhüllt waren.

Anzeige

Das hat Tradition. Bereits Gründer Martin Margiela vermummte seine Models, ließ sich selbst nie fotografieren und verließ 2009 als „Gespenst der Branche“ das Haus. Diesem Dogma der Anonymität folgt auch das heutige Designteam: Hier laufen (vermutlich) nicht Star-Models wie Cara Delevigne oder Kate Moss. Hier geht die Mode vor den Gesichtern.

Gezeigt wurden 19 avantgardistische Haute-Couture Looks in 1920er-Jahre-Silhouetten, Stück für Stück von Hand gefertigt, die die volle Aufmerksamkeit des Publikums verdient haben!

Eines Publikums, das vornehmlich aus Branchenkennern wie Dior-Chefdesigner Raf Simons (45), Mugler-Chefdesigner Nicola Formichetti (35) oder Diesel-Chefdesigner Renzo Rosso (57) – MMM gehört seit 2002 zu Diesel – besteht.

Der einzige Promi im Publikum: Musikproduzent Kanye West (35). Er folgte Margielas Tradition und gab sich anonym: Er trug eine Strickmaske zur Show. Das nennen wir Understatement!

Kommentare



Blogs