Dünne Models: Ex-Vogue-Redakteurin packt aus

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Ex-„Vogue“-Redakteurin packt aus
Dünn, dünner, Laufsteg

Models essen Papier-Taschentücher, um ihren Magen zu füllen. Models brechen am Set eines Fotoshootings vor Hunger zusammen. Diese schrecklichen Enthüllungen macht nun eine Ex-Chefredakteurin der australischen „Vogue“ in ihrem neuen Buch.

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    Foto: PR

    Das Enthüllungsbuch „The Vogue Factor“

    Neid-Faktor hoch, Kuschel-Faktor niedrig. Vor allem junge, beeinflussbare Mädchen zerbrechen an den harten Job-Anforderungen eines Models. Die Redakteure dagegen wären sehr bodenständig, so Clements in ihrem Buch „The Vogue Factor“ (erschienen bei Melbourne University Publishing) 

Der Teufel trägt diesmal nicht Prada, sondern eine Gerichtsrobe. Natürlich bildlich gesprochen. Kirstie Clements, Ex-Chefredakteurin der australischen „Vogue“, hat ein Enthüllungsbuch geschrieben und geht darin mit der Modebranche hart ins Gericht.

Eine Abrechnung soll es, laut Clements, allerdings nicht sein, vielmehr eine Warnung für junge Mädchen, deren Traumjob aus fünf Buchstaben besteht: MODEL.
 
Die Wahrheit über dünne Models...
…beschreibt Kirstie Clements in ihrem wohl schockierendsten Kapitel. Das Schlucken von in Saft getränkten Wattebäuschen, um den Hunger zu stillen, Übergriffe von Fotografen oder Bookern – davon hat man schon mal gehört. Aber Minderjährige, die Narben an den Knien haben, weil sie regelmäßig beim Shooting umkippen oder zwischen zwei Aufträgen im Krankenhaus am Tropf hängen, machen uns fassungslos! Die ehemalige Chefredakteurin erinnert sich an ein Shooting in Marrakesch, bei dem sie das Model an keinem der drei Tage auch nur irgendetwas essen sah. Am Ende der Reise konnte das Model kaum noch aufstehen.
 
Doch wer möchte Mode an solchen Extremen präsentiert sehen?
Die Leser jedenfalls nicht. Diese bevorzugen, laut Studien, sogenannte Real- oder Plus-Size-Models wie sie mit der australischen Schönheit Robyn Lawley (23) unter Kirstie Clements auch schon in „Vogue“ zu sehen waren. Allerdings nicht auf dem Cover!

Dabei wäre es auch an einer der einflussreichsten Modezeitschriften, Zeichen zu setzen und umzudenken. Kirstie Clements ist nicht mehr dazu gekommen – sie wurde nach 25 Jahren „Vogue“, die letzten 13 als Chefredakteurin, im Mai 2012 entlassen.

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