Basic-Guide Teil 1
von Pia Sundermann
8 Dinge, die Sie über Ihren Trenchcoat wissen müssen

Trends kommen und gehen. Viel sinnvoller ist es daher, einmal öfter in echte Klassiker zu investieren, die bei guter Pflege jahrelang halten. STYLEBOOK.de hat die ultimative Klassiker-Check-Liste angefertigt. Teil 1: der Trenchcoat.

  • 1/12

    Foto: Getty Images

    Der Trenchcoat zählt zu den Modeklassikern schlechthin und passt zu jedem Anlass. Bekanntester Trenchcoat-Hersteller ist Burberry. Das britische Label zeigt jede Saison neue Varianten. Für die Herbstsaison 2014 erhalten die Mäntel ein kunstvolles Blumen-Design

1. Herkunft
Wer an den Trenchcoat denkt, assoziiert damit das Label Burberry. Das kommt nicht von ungefähr, denn der Engländer Thomas Burberry (†88) gilt als Erfinder des Trenchs. 1914 entwarf der Tuchmacher den Regenmantel als Auftragsarbeit für das britische Militär. Daher auch der Name Trench, was übersetzt Schützengraben bedeutet. Nach dem Ersten Weltkrieg kürzten die Kriegsheimkehrer ihre Mäntel, um sie im Alltag weiter tragen zu können. Schließlich wurde Hollywood in den 1930er-Jahren auf das Teil aufmerksam: Schauspielerinnen wie Marlene Dietrich (†90) und Katharine Hepburn (†96) trugen das maskuline Kleidungsstück, um mit ihrer Weiblichkeit zu spielen; Humphrey Bogart (†57) machte den Trench 1942 in „Casablanca“ endgültig zum It-Piece.

Anzeige

2. Material
Ein klassischer Trench ist bis heute unbedingt aus Gabardine. Dieses Material ist leicht und trotzdem wasserabweisend – erst diese Tatsache macht das schicke Teil auch praktisch. Thomas Burberry meldete den Stoff bereits 1879 zum Patent an.

3. Farbe
Ein Trenchcoat sollte beige- oder khakifarben sein. Ursprünglich, damit die Soldaten in den sandfarbenen Schützengraben getarnt waren; mittlerweile gelten diese Farben als zeitlos und können außerdem zu allem anderen kombiniert werden. Eine sichere alternative ist Schwarz. Alles andere kann toll aussehen, ist dann aber kein Klassiker, sondern Trendteil. Bitte niemals: knallige Farben wie Rot, Grün oder Gelb. 

4. Schnitt
Mittellang geschnitten und doppelreihig – damit kann man nichts falsch machen. Ein klassischer Trench sitzt an den Schultern streng, der Mantel an sich ist weit gehalten und wird durch den Gürtel auf Taille getrimmt. Ein Muss: Schulterklappen, an denen einst die Epauletten angebracht wurden. Außerdem ein breiter Reverskragen, Riemenmanschetten, ein Gürtel, Brustklappen und die Regenblende am Rücken. Moderne Varianten können Oversized geschnitten und bodenlang sein, haben abgerundete Schultern. Das steht vor allem großen Frauen.

5. W0 trägt man Trench?
Überall. Der Trenchcoat ist eine echte Allzweckwaffe, der zu jedem Stil und zu jedem Anlass passt: Im Büro überm Business-Look, lässig über Jeans und Pulli, sogar abends überm Cocktail-Dress. Achtung: Kleider sollten immer mindestens eine Handbreit kürzer sein als der Mantel. Geht gar nicht: bodenlanges Kleid, knielanger Trench.

6. Wie trägt man Trench?
Unbedingt offen, den Gürtel am Rücken zusammen gebunden. Bei kühleren Temperaturen wird der Mantel vorne übereinander gelegt und der Gürtel darüber lässig verknotet. Bitte niemals: den Trench zuknöpfen. Sieht spießig aus, ist außerdem wenig schmeichelhaft für die Silhouette.

7. Welche Labels haben die besten Trenchcoats?
Auf Nummer sicher geht man noch immer bei Burberry. Dort ist der Mantel aber auch eine echte Investition, kostet in der einfachen Version rund 1.200 Euro. Das ist einerseits viel Geld, andererseits kann man einen klassischen Trend aber auch jahrelang tragen. Weniger bekannt, aber auch ein echter Briten-Klassiker ist das Label Mackintosh (ab ca. 900 Euro). Günstige Alternativen bieten Highstreet-Ketten wie Topshop oder Zara. Im mittleren Preissegment hat zum Beispiel die französische Kette Sandro jeden Herbst klassische Modelle für etwa 350 Euro im Angebot.

8. Trend 2014
Burberry Prorsum stellt jede Saison den Trenchcoat in einem neuen, modischen Update vor. Inspiriert von Vintage-Blumentapeten und dem ehemaligen Londoner Kunstviertel Bloomsbury erhalten die Trenchcoats für die Herbst-Winter-Saison 2014 einen kunstvolle Blumen-Bemalung.

Die schönsten Trenchcoats im STYLEBOOK-Shop:


Kommentare


Blogs