Dr. Martens, Kenzo & Co.
Diese Labels sind wieder richtig cool!

Fast in Vergessenheit geraten, doch gerade noch einmal rechtzeitig wiederbelebt. Labels wie Kenzo, MCM oder Dr. Martens hatten vor Jahren einmal eine Hochzeit, doch dann verschwanden sie plötzlich aus dem Mode-Fokus. Jetzt sind sie zurück und endlich wieder cool.

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    Foto: Getty Images, PR

    Endlich wieder da! Dr. Martens, Kenzo, Wunderkind, Mugler & Co. (v.l.n.r.)

Die Pullis sind der Hype der Saison. Das Comeback die Überraschung des Jahres. Kenzo ist wieder da und die Modewelt beseelt. Das Kreativ-Duo Humberto Leon und Carol Lim (Gründer der US-Labels Opening Ceremony) hat es geschafft, der Marke Kenzo ein paar ordentliche Schlucke ihres Jugendelixiers einzuflößen. Mit visionären Gedanken und Selbstbewusstsein machten sie sich ans Werk und befreiten das französische Modehaus vom angestaubten Image. Innerhalb eines Jahres hievten sie Kenzo auf den Thron der It-Labels. 

Anfang der 70er-Jahre launchte der japanische Designer Kenzo Takeda sein Label in Paris. Sein Stil: bunt, hippie-esk und verspielt. Bis 1999 führte er es in ähnlicher Manier weiter. Dann zog er sich aus dem Modegeschäft zurück. Sein Nachfolger: Ein Italiener und kein Unbekannter im Fashion Business. Bis 2011 designte Antonio Marras für Kenzo, im Juli des vergangenen Jahres gab er dann sein Zepter an Humberto Leon und Carol Lim ab.

Die beiden hatten 2002 ihre Marke Opening Ceremony gegründet und den dazugehörigen Conceptstore in New York eröffnet und innerhalb weniger Jahr zu weltweitem Erfolg gebracht. Für Kenzos Mutterschiff LVMH (Moët Hennessy - Louis Vuitton) genau die richtige Wahl, um die Marke zu verjüngen und aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken.

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Vom Ethno-Charme befreit doch nicht komplett entwurzelt zeigten sie dann im Frühjahr 2012 ihre erste Kollektion für das Label. „Wir haben der Marke jugendlichen Geist, Spaß und Leichtigkeit zugeführt. Dennoch wollen wir die Traditionen von Kenzo beibehalten,“ sagten Leon und Lim im März 2012 in einem Interview mit der „Vogue UK“. Auf dem Laufsteg sah man dann virtuose Farben, Waffelmuster und reduzierte Schnitte. Ihre Designs für den Herbst erreichten Kultstatus noch bevor sie in die Läden kamen. Die Label-Pullis werden von Promis und Bloggern gleichermaßen geliebt.

Es ist nicht die schlechteste Art, eine angestaubte Marke mit einem aktuell beliebten Gesicht aus der Versenkung zu heben. Auch das Modehaus Mugler wurde erst mit der Leitung von Nicola Formichetti und dessen Freundin Lady Gaga zurück zu altem Ruhm geführt. Das italienische Turnschuhlabel Superga hingegen macht sich mit Alexa Chung als It-Aushängeschild bei der Jugend beliebt.

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