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Moss' Kollektion für Topshop
von Alexandra Kusserow
Gut geklaut, Kate!

Kate Moss (40) wird als Stil-Ikone gefeiert – ihr Look vielfach kopiert. Was läge da näher, als den eigenen Kleiderschrank zu durchforsten, bevor man sich selbst als Designerin versucht. Bei einigen Styles ihrer neuen Kollektion für Topshop namens „Me, me, me!“ hat Kate es mit der Inspiration allerdings ein wenig zu genau genommen...

  • Kate Moss für Topshop Kopie

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    Foto: Getty Images, PR

    Viele Fashionistas wollten Kates zitronenfarbenes Sommerkleid (l.) 2003 sofort nachkaufen. Leider unmöglich: Kate erstand es in einem Vintage-Shop. 2014 gibt's ein nahezu identisches Kleid von Kate Moss für Topshop. Ebenso verhält es sich mit einem Cocktailkleid, das die Moss 1995 trug (r.)

Ab 30. April 2014 können Fashionistas und Fans nach fast vierjähriger Pause wieder den Look von Stil-Ikone Kate Moss bei Topshop kaufen. Aber hoppla: Einige Styles aus ihrer kommenden Kollektion sehen nicht nur verdammt nach ihrem Stil aus – sondern haargenau so wie Stücke, die Kate selbst in den letzten Jahrzehnten trug.

Zum Beispiel das zitronengelbe Kleid aus Seidenchiffon mit asymmetrischem Träger, das Moss 2003 zu einem Dinner mit ihrer Freundin Gwyneth Paltrow (41) trug: Länge, Farbe, Schnitt, Stoff – die Ähnlichkeit mit dem zartgelben Kleid ihrer kommenden Topshop-Kollektion ist verblüffend. Das Original shoppte Kate vor mehr als zehn Jahren vintage.

„Meine erste Kollektion für Topshop habe ich vor sieben Jahren entworfen“, sagt Moss und fügt hinzu: „Mittlerweile habe ich viel gelernt.“ Modedesigns kopieren? Bezüglich ihrer neuen Kollektion könnte man dies glatt meinen, denn ein weiterer Look ihrer privaten Garderobe stand für ihre Topshop-Linie Pate: das hautenge, nachtblaue Bandeaukleid mit Straußenfeder-Besatz am Dekolleté. Kate trug es 1995, als sie noch mit Johnny Depp (50) liiert war, an seiner Seite auf einer Gala in Los Angeles. Bei Topshop wird in sieben Tagen ein nahezu identisches Modell erhältlich sein.

Eine Fransen-Lederjacke aus 2012, der schwarze Jumpsuit, den sie 2003 trug, ein bodenlanges Metallic-Kleid mit Spaghettiträgern von 1993 und eine bestickte Tunika, die sie 2012 auf Formentera anhatte: Kate scheint sich lieber systematisch durch die Dekaden ihres Kleiderschranks gewühlt zu haben, als selbst etwas Neues zu entwerfen.

Verwerflich finden wir das zwar nicht, aber Kate als Designerin hätten wir tatsächlich etwas mehr zugetraut, als alte Looks bloß aufzuwärmen...



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