Juicy Couture in Schwierigkeiten: Eine Hommage an die It-Jogginghose

Marke in USA eingestellt: Bye-bye Juicy Couture!
von Christine Korte
Das Aus für den Proll-Jogginganzug

Der Jogginganzug von Juicy Couture war in den 2000er-Jahren DIE Uniform von Promis wie Paris Hilton (33), Britney Spears (32) und Kim Kardashian (33). Mittlerweile ist nicht nur der Hype um die kreischende Freizeit-Kreation vorbei: das einstige It-Label schließt jetzt die Pforten aller US-Stores.

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    Foto: Plash News

    Paris Hilton verhalf dem Jogger aus Frottee- oder Nickistoff mit Glitzer-Logo von Juicy Couture in den 2000ern zu Ruhm. Mit dem Aus der Marke in den USA verabschieden wir 2014 auch seinen damaligen Bestseller! Alle Promis in der Modesünde: bitte klicken!

Lässigkeit 2014: Jogger mit Edel-Faktor zum Nachshoppen im STYLEBOOK-Shop:

Fakten zur Business-Situation von Juicy Couture:
Laut der Modewebsite „Racked“ wird das amerikanische Kult-Label der 2000er Jahre bis Ende Juni alle seine US-Stores schließen. Aber tot ist die Marke, die im Herbst 2013 von der Mutter-Firma Kate Spade & Co an die Authentic Brands Group verkauft wurde, (noch) nicht. Das Unternehmen konnte jetzt einen Deal mit der Schuhkette Steve Madden eintüten. Außerdem wird Juicy Couture international und im amerikanischen Multibrand-Store Kohl's erhältlich sein.

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Der Hype um den Proll-Jogger:
Auch wenn das Label außerhalb Amerikas noch weiterleben wird, ist der Hype um seinen Bestseller vorbei. Der Jogginganzug in kreischenden Farben aus gemütlichem Frottee- oder Nickistoff mit fetter Logo-Aufschrift oder Krönchen, die auf dem Po prangten, wurde in den 2000er Jahren zur Uniform von einigen Promis. Paris Hilton (33) und Nicole Richie (32) tingelten in den stillosen Freizeit-Kreationen durch ihre TV-Serie „The Simple Life“ (2003 bis 2007) auf der Suche nach einfacher Arbeit. Mit ihrem Erscheinungsbild machten die beiden reichen Gören jedoch eine andere Aussage: Ernsthaft arbeiten müssen wir nicht. Wir sind reich genug, um in unseren Jogginganzügen auf der Couch zu hängen. In Deutschland machte Moderatorin Gülcan Kamps (31) mit ihrer Reality-TV-Show „Gülcan und Collien ziehen aufs Land“ (2007) auf ProSieben den Juicy-Jogginganzug zum Must-Have.

Das Ende einer Ära?
Fakt ist: die goldenen Zeiten von Juicy Couture sind vorbei. Ganz einfach, weil ihr die prominenten Markenbotschafter abhanden gekommen sind. Nicole Richie, die sich währenddessen mit ihrem Modelabel „House of Harlow“ zur ernst zunhemenden Modedesignerin mauserte, verbucht die Zeiten im Nicki-Jogger heute unter Jugendsünden. Auch Kim Kardashian änderte ihr Image vom peinlichen TV-Sternchen zur ernsthaften Business-Lady und verbannte die Jogger-Couture, die mit Couture so wenig gemeinsam hat wie Kik mit Prada, aus ihrem Kleiderschrank. Kim trägt mittlerweile Kleider von Givenchy, Stella McCartney und Max Mara, die besser zu ihrem jetzigen Lifestyle passen. Das brachte sie sogar aufs Cover der US-„Vogue“ – im Jogginganzug von Juicy Couture wäre ihr dies sicher nicht geglückt.

Das STYLEBOOK-Fazit:
Wir sind froh, das der Proll-Anzug von Juicy Couture aus dem Straßenbild verschwunden ist und sind gespannt ob die Marke mit neuen, coolen Produkten demnächst den Nerv der Zeit treffen wird. Denn ganz ehrlich: Irgendwo hatten wir ja alle so ein Teil im Schrank. Und wenn in den aktuellen Kollektionen von Chanel und Gucci Sportswear wie Sneaker und Jogginghosen auftauchen, geht das ja auch ein bisschen aufs Juicy Konto. Einziger Unterschied: Im Chanel-Jogger steckt wenigsten echte Couture drin, auch wenn's nicht prominent draufsteht.


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