Gehalts-Check bei Skandal-Designer John Galliano Bekommt wirklich jeder, was er verdient?

Es ist unserem natürlichen Drang zum Voyeurismus geschuldet, dass uns Wohnungen anderer ebenso interessieren, wie deren Gehälter. Eine besonders pikante Gehaltsliste wurde diese Woche vor einem Pariser Gericht enthüllt. Nämlich die von Skandal-Designer John Galliano (52).

  • Foto: Getty Images

    Seine extravaganten Outfits…

    …muss der Designer jetzt wohl selber zahlen. Wie die neueste Gerichtsverhandlung jetzt zu Tage brachte, standen dem „Enfant terrible“ dafür bei seinen ehemaligen Arbeitgebern Dior und John Galliano 100.000 Euro im Monat zur Verfügung

Wir erinnern uns. Im März 2011 wurde John Galliano von seinem Arbeitgeber Christian Dior wegen Alkohol- und Drogenmissbrauchs und einer daraus resultierenden antisemitischen Pöbel-Attacke gefeuert.

Pikant daran:
In Frankreich ist es gesetzlich verboten, Arbeitnehmern wegen Krankheit – und dazu zählt auch eine Drogenabhängigkeit – zu kündigen. Gallianos Klage ist also sein gutes Recht.

Wie das Online-Portal „The Daily Beast“ berichtete, wurde in Folge des Prozesses nun bekannt, was John Galliano als Chefdesigner von Dior und seines eigenen Labels John Galliano (zählt ebenso wie Dior zum Luxuskonzern LVMH) verdient haben soll: Sechs Millionen Euro jährlich! Die Summe setzt sich wie folgt zusammensetzt:

Gehalt bei Dior
:
1 Million Euro Fixgehalt

+ 700.000 Euro Gewinnbeteiligung
+ 60.000 Euro für Spesen
+ 30.000 Euro für Klamotten

Gehalt bei John Galliano
:
2 Millionen Euro Fixgehalt
+ prozentuale Beteiligumng an der Schuldenminimierung (das Modehaus war dauerhaft in deb roten Zahlen)
+ 70.000 Euro für Klamotten

Zusätzlich wurde Galliano auch für Christian Dior Couture und die Parfums von Christian Dior als Kreativer Berater für Werbekampagnen, Websites usw. bezahlt.

Aber hat Galliano das wirklich verdient?

Ja, denn John Galliano hat ein außergewöhnliches Talent und dementsprechend einen Marktwert. Fußballer, Formel-1-Fahrer oder bildende Künstler lassen sich ihre einzigartige Begabung schließlich auch ordentlich bezahlen.

Peinlich nur, dass der britische Modeschöpfer für seine rassistischen Pöbeleien nur zu einer Geldstrafe von 6000 Euro auf Bewährung verurteilt wurde. Vielleicht ist es den Gästen des Pariser Cafés eine Genugtuung zu wissen: Den größten Schaden, nämlich den Imageschaden, hat sich der Exzentriker mit seinem Verhalten selbst zugefügt.

Anzeige

Kommentare



Blogs