John Galliano: Erstes Interview nach Nazi-Eklat
von Stephanie Neubert
„Das war das Schlimmste, was ich je gesagt habe!“

In seinem ersten Interview nach seinem Rausschmiss bei Dior enthüllt der britische Modedesigner John Galliano (52) private Details über seine Drogen- und Medikamentensucht. Außerdem verrät er, wie sehr ihn sein dramatischer Absturz verändert hat.

  • Foto: Getty Images

    John Galliano spricht – zum ersten Mal seit seinem skandalträchtigen Rauswurf bei Dior


Seit seinen anti-semitischen Pöbel-Attacken vor zwei Jahren und der Entlassung bei Dior war es ruhig geworden um den gefallenen Stardesigner. Jetzt spricht John Galliano in der „Vanity Fair“ zum ersten Mal offen über dieses dunkle Kapitel in seiner Vergangenheit. 

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John Galliano: „Ich bin kein Rassist.” Das Video zu sehen, das ihn bei seinen Schimpftiraden zeigt, löse bei ihm Entsetzen aus: „Das war das Schlimmste, was ich je gesagt habe. Es tut mir leid.”

Seit seiner Entziehungskur wisse er, dass er zu dieser Zeit so unzufrieden mit sich selbst war, dass er seinen Hass an anderen ausgelassen habe, um sich besser zu fühlen. Um dem Druck der Fashion-Welt standzuhalten, flüchtete sich der Exzentriker in Alkohol und Medikamente. Er habe wie in einer Blase gelebt, fernab jeglicher Realität. Galliano: „Ich wusste noch nicht einmal, wie man einen Bankautomaten bedient.” Am Ende war er durchgehend zugedröhnt und fast schon verwahrlost. 

Mittlerweile ist John Galliano seit zwei Jahren clean. Anfang dieses Jahres gab er sein Fashion-Comeback bei Oscar de la Renta bekannt. „Ich bin sogar dankbar, dass alles so gekommen ist“, so Galliano zu „Vanity Fair“. Er fühle sich wieder wie ein kleiner Junge, der Feuer und Flamme für die Mode ist.


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