STYLEBOOK trifft die britische It-Girl
von Janine Dudenhöffer
Alexa Chung Superstar

Für sie scheint der Begriff „It-Girl“ erfunden worden zu sein: Alexa Chung. Was die MTV-Moderatorin trägt, wird Trend (Bubikragen, Strubbel-Bob, Loafers). Nach ihr werden Taschen-Bestseller benannt (die „Alexa“-Bag von Mulberry). Und für sie mussten Schauspielerinnen und Models in letzter Zeit viel Platz freiräumen in den internationalen Best-Dressed-Listen (gerade wurde die 28-Jährige wieder von der britischen „Elle“ für ihren Stil ausgezeichnet). Alle lieben Alexa Chung! STYLEBOOK auch. Deshalb trafen wir die 28-Jährige in London zum Interview.

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    Foto: Getty Images

    Alexa Chung: ihre schönsten Looks

    „30 days of fashion“ heißt die Veranstaltung, bei der Alexa Chung im August 2011 in Seidenbluse und Velours-Mini glänzt. Stimmt – fast! Nur sind es bei dem Model mit den asiatischen Wurzeln eher 365 Tage...


Und stellten, das vorweg, fest: So groß der Hype um sie auch sein mag, so freundlich ist Alexa Chung geblieben. Allüren scheint sie nicht zu haben. Auf dem Teppich geblieben – das passt! Auch wenn es in den letzten Jahren meist ein roter war...

Chung – sie hat asiatische Wurzeln – ist neben ihrer Arbeit als Moderatorin und Model Botschafterin des British Fashion Councils, einer Organisation, die sich um die Förderung einheimischer Nachwuchs-Designer kümmert. Im Rahmen dieses Engagements stand sie Pate für einen neuen Pop-up-Store im Bicester Village, eines von neun europäischen Chic Outlets in der Nähe von London. Während der Eröffnung können wir Alexa dabei beobachten, wie sie sich in ein paar samtene Heels von Erdem for Nicholas Kirkwood verliebt – und mit ihr über Fashion-Outlets, Stil und Mode-Vorbilder sprechen.

Stylebook: Hallo Frau Chung, was tragen Sie heute?
Alexa Chung: Der bestickte Strickpulli ist von Bella Freud, die steht da drüben (Bella lächelt in unserer Richtung). Der Rock ist von Céline und die Loafers sind von Nicholas Kirkwood.

Also alles Teile aus dem Outlet?
Teilweise ja. Ich denke schon... (Anm. d. Red.: Im „British Designers’ Collective Pop Up“ gibt’s Bella Freuds und Nicholas Kirkwoods letzte Kollektionen mit Preisnachlässen von bis zu 60Prozent. Céline hat eine Outlet-Boutique direkt nebenan, wo Alexas Rock aus der Resort Collection von 2012 allerdings noch nicht erhältlich sein dürfte.)

Was unterscheidet britisches Design von allen anderen in der Welt?
Ich denke, der Sinn für Mutiges und Besonderes ist vererbt. Die Briten haben sich schon immer mehr getraut. Nur so können neue, frische, junge Ideen entstehen.

Sie haben als Moderatorin viel mit Musikern zu tun, lieben Folk-, und Indie-Sounds. Sind Mode und Musik für Sie miteinander verbunden?
Oh, total. Diese beiden können gar nicht anders, als miteinander ins Bett zu gehen (sie grinst). Hier in England wird Mode aus Street Styles geboren, ebenso stark ist Street Style mit der Musikszene verbunden. Oder woher glaubst du, kommen Punk und Vivienne Westwood?

Drei Teile, die eine Frau diesen Sommer tragen sollte...
Hmmm... Das kann ich schlecht sagen. Ich bin eine spontane Shopperin und entscheide auch spontan, was ich anziehe. Oft nervt mich, dass vieles gleich aussieht, wie beim Hype um diese Peter-Pan-Krägen. Dann wird mir klar, das kam ja von mir!

Sie sind also Ihre eigene Stylistin?
Ja, meistens schon... Ich brauche niemanden, der mir sagt, was ich anziehen soll.

Für viele junge Frauen sind Sie eine Fashion-Ikone. Was muss man als Idol beachten?
Na, du musst dir selbst treu sein und darfst nicht zu eigennützig denken. Das versuche ich. Wobei, ich bin keine echte Ikone. Die echten verraten nämlich weder ihre Geheimnisse, noch erzählen sie jedem, wo sie ihre Kleider her haben.
 
Vielen Dank, für das Gespräch, liebe Alexa Chung! STYLEBOOK hat noch mal ihre schönsten Looks herausgesucht – in der Bildergalerie!

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