Blind-Gänger
Die Phantome von Paris

Bei einer Modenschau sind die Models mindestens genauso wichtig, wie die Mode selbst. Um aber wirklich nur die Kollektion in den Vordergrund zu stellen und nicht durch hübsche Gesichter von den neuesten Kreationen abzulenken, entschieden sich einige Designer bei der Pariser Fashion Week dazu, ihre Models zu vermummen ...

  • 1/6

    Foto: Action Press

    Halbseitig bedeckt. So sah man einige Models bei Mugler in Paris

Halb blind über den Laufsteg zu steuern und trotzdem einen Fuß vor den anderen setzen, nicht mit einer Modelkollegin zu kollidieren und trotz des eingeschränkten Gesichtsfelds noch genügend Ausstrahlung abzuliefern, ist eine hohe Kunst. Eine Kunst, die die Mannequins bei Commes des Garçons, A.F. Vandevorst, Costume National, Gareth Pugh, Mugler und Maison Martin Margiela par Excellence beherrschen mussten.

Anzeige

Das japanische Label Comme des Garçons, bekannt für seine unkonventionelle, experimentelle und oftmals verstörende Art mit Mode umzugehen, zeigte neben zweidimensionalen Dada-Entwürfen geblümte Allover-Looks, inklusive maskenartiger Gesichtsbedeckung. Dahinter Kritik an eben dieser 2-Dimensionalität und bestehenden Klischees des Mode-Business’ zu vermuten, ist gewagt, würde dem rebellischen Gemüt des Labels aber entsprechen.

Ebenfalls völlig vermummte Models sah man bei A.F. Vandevorst. Nichts Neues für das Designerduo An Vandevorst and Filip Arickx. Letzte Saison waren es die Haare der Models, die einmal über ihre Gesichter gebunden wurden. Dieses Mal sorgen Schals und Hüte à la Joseph Beuys für den Verfremdungseffekt. Die beiden sind schließlich bekennende Fans des deutschen Künstlers.

Soll die Undercover-Aktion vielleicht von den hübschen Individuen ab- und den Blick auf die Entwürfe lenken? Oder wünschen sich die Designer tatsächlich eine maskierte Gesellschaft?

Welche Designer noch auf den Tarn-Look setzten sehen Sie in unserer Galerie.

Sind Sie bei Facebook?
Dann werden Sie doch Fan von Stylebook.de!

Kommentare


Blogs