H&M-Lingerie an virtuellen Models
Diese Frauen sind nicht echt

Models sind meist wunderschön, nahezu perfekt und im besten Falle quicklebendig. Zumindest WAREN sie das. Das schwedische Modehaus H&M rüstete in seinem Onlineshop auf virtuelle Models um...

  • H&M Kampagne mit virtuellen Models

    Foto: H&M

    Diese virtuellen H&M-Models sind standardisiert um die aktuelle Unterwäschekollektion des Textilriesen im Onlineshop zu präsentieren. Auf die Kunst-Körper der Klone wurden die Köpfe „echter“ Models via Photoshop „transplantiert“ und durch reichliches Bearbeiten dem Cyborg-Unterbau angepasst

Die Models, die H&M zum Präsentieren ihrer aktuellen Unterwäschekollektion „engagiert“ hat, sind nicht von dieser Welt. Und das sogar im wahrsten Sinne des Wortes.

Anstatt wie gewohnt Frauen aus Fleisch und Blut in sexy Posen und heißer Wäsche zu fotografieren, führen nun virtuelle Mannequins die aktuelle Lingerie-Kollektion im Onlineshop und in einer virtuellen Ankleide vor.

Komplett am Computer geschaffene Einheitskörper, ohne Individualität, ohne Makel!  

Um den unechten Körpern dann doch ein wenig Leben einzuhauchen, fotografierte H&M zusätzlich echte Models, deren Köpfe dann via Photoshop auf den uniformen Cyborg-Unterbau „transplantiert“ und  an den Kunst-Körper angepasst wurden. 

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Doch warum das Ganze? Wie H&M’s Pressesprecher Håcan Andersson gegenüber der schwedischen Zeitung „Aftonbladet“ äußerte, ginge es hierbei „nicht um Ideale oder darum, den perfekten Körper zu zeigen, es geht um die Kleidung“.

Dieser Gedanke – den Fokus vom Körper auf die Textilien zu lenken, die es zu verkaufen gilt – scheint löblich. Fraglich bleibt, ob die Message beim vornehmlich jungen H&M-Publikum auch richtig rüberkommt. Denn mit einer archetypischen 90-60-90-Armee kann sich wohl keine Frau so richtig identifizieren...


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