Business-Mode bei Mega-Hitze
von Stephanie Beckmann
Was trag’ ich im Büro, wenn’s draußen richtig heiss ist?

Wie viel Haut darf ich im Büro zeigen? Darf ich bei einem Meeting Sandalen tragen? Welche Stoffe kühlen, in welchen schwitzt man? STYLEBOOK erklärt die Dresscodes im Office. Plus: Sommerliche Business-Looks zum Shoppen!

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    Foto: Getty Images

    Der einfarbige Hosenanzug

    Ton-in-Ton – immer eine edle Kombi. Und im Sommer darf die auch mal Weiß sein. Luftiger als Skinny Jeans sind weite Marlene- oder Palazzo-Hosen. Wem der Look zu clean ist, darf gerne ein Shirt in Leuchtfarbe wählen

„36 Grad, und es wird noch heißer...“ – sang Inga Humpe 2007 – und so lautet auch die Prognose für die nächsten Tage in Deutschland. Doch bei aller Freude über den langersehnten Sommer stellt sich sofort die Frage: Was ziehe ich bloß ins Büro an? Es lassen sich leider kaum alle Anforderungen an Business-Kleidung über einen Kamm scheren, schließlich erhebt jede Branche und jedes Unternehmen eigene Dresscodes:
 
In sehr konservativen Unternehmen mit hierarchischer Struktur und regelmäßigem Kundenkontakt, wie zum Beispiel Banken, gelten immer noch strenge Regeln: Anzüge und Kostüme sind die Grundausstattung, nackte Beine tabu und Röcke enden maximal eine Hand breit überm Knie. Zum Glück gibt es heute hauchfeine Strumpfhosen, in denen man nicht schwitzt. Investieren Sie in Seidenblusen, die kühlen im Sommer. Sandalen sollten nur hinten offen sein, Zehen will in der Chefetage und von den Kunden niemand sehen! Dunkelblau wirkt oft edler als Schwarz und ist außerdem sommerlicher. Gegen das Graue-Maus-Feeling helfen farbige Accessoires. Mehr Individualität ist leider nicht drin. Auch Frisur und Make-up sollten dezent bleiben.
 
In der kreativen Branche und modernen Agenturen mit mäßigem Kundenkontakt
darf's ruhig etwas individueller zugehen. Achten Sie trotzdem darauf, sich nicht zu freizügig zu kleiden. Kleine Ärmel sehen immer besser aus, als schulterfrei. Zum Glück sind Bermudas gerade viel angesagter als Hotpants und eine gute Alternative zum Pencilskirt oder Kleid. Nylons können Sie getrost weglassen. Offene, schicke Sandalen gehen bei frisch manikürten Zehen in Ordnung. Flip Flops und Birkenstocks gehören nicht ins Büro. Keine Angst vor Farbe. Aber kombinieren Sie lieber nicht zu wild, sondern eher Schwarz oder Weiß plus Knallfarbe oder Pastell. Falls doch mal unerwarteter Besuch kommt, der Chef in sein Büro bittet oder die Klimaanlage durchdreht, lohnt es sich, einen Blazer oder ein Jäckchen parat zu halten.

Sie sitzen den ganzen Tag am Rechner in Ihrer Bürogemeinschaft und regeln alles per Email und Telefon? Glück gehabt! Tragen Sie, was Sie wollen, nehmen Sie aber ein bisschen Rücksicht auf Ihre Kollegen. Und: Auch Sie selbst werden merken, dass Ihr Arbeitseifer steigt, wenn Sie nicht im Bikini am Schreibtisch sitzen.

Sie sind Ihr eigener Chef in Ihrem eigenen Laden oder Lokal? Und deshalb auch Ihr eigenes Aushängeschild und die beste Werbung! Kleiden Sie sich also so, wie Sie auf Ihr Umfeld wirken wollen und Ihre Idee am besten repräsentieren. Welche Art von Kundschaft wünschen Sie sich, wie ist die gekleidet? Eine Beobachtung lohnt sich. Auch sollte Ihr Look eine Orientierung für Ihre Mitarbeiter sein.

Generell gilt an heißen Tagen: Setzen Sie auf Naturmaterialien, leichte Baumwolle und Seide statt Polyester. Leinen lieber nur als Fasergemisch tragen, sonst besteht Knittergefahr. Ganz flache Schuhe verleiten zum Schlurfen und sehen nach Urlaub aus. Lieber auf einen Mini-Absatz setzen. Nicht zu freizügige Outfits wählen, luftige, statt hautenge Kleidung tragen. Das ist bei hohen Temperaturen auch angenehmer. Bei zarten Stoffen unbedingt vorher testen, ob die Unterwäsche durchscheint. Sonst auf blickdichte Teile setzen.

Schwarz
geht übrigens immer. Statt Herbstfarben, wie Braun oder Tannengrün kann man im Sommer lieber knallige oder Pastellteile dazu kombinieren – wobei sattere Töne grundsätzlich kompetenter wirken. Muster sind generell schwierig, da oft zu poppig oder Geschmackssache. 

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Wer sich am Ende immer noch unsicher ist, was im eigenen Büro geht und was nicht, kann auch beim Chef nachfragen. Das zeigt Gewissenhaftigkeit und dass man sich der Rolle von beruflicher Kleidung bewusst ist.

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