Hillary Clinton unter Beschuss
von Pia Sundermann
Darum regt diese Jacke ganz Amerika auf

Hillary Clinton (68) wird zurzeit als heiße Kandidatin für die Präsidentschaft in den USA gehandelt. Während sie ihre politischen Gegner souverän in die Schranken weist, beweist sie bei ihrer Kleiderwahl allerdings aktuell kein glückliches Händchen: Eine Armani-Jacke für knapp 12.000 US-Dollar sorgt aktuell im Netz für Aufruhr.

Eine rote Designer-Jacke von Giorgio Armani erhitzt derzeit die Gemüter: Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton trug das brisante Stückchen Stoff im Wert von 12.495 US-Dollar (ca. 11.000 Euro) im April, während sie eine Rede hielt. Thema war ausgerechnet die Einkommensungleichheit in den USA – ein gefundenes Fressen für die Online-Gemeinde, die sich zwei Monate darüber immer noch aufregt.

  • Foto: Getty Images

    Darf eine US-Politikerin teure Designerteile tragen? Amerika ist sich da nicht so sicher

Darf Politik modisch sein?
In ihrer Ansprache erklärte die ehemalige First Lady, wie ihre Partei das Thema angehen wolle: Versprochen wurden unter anderem gute Jobs, steigende Löhne und gute Schulen für Kinder, unabhängig davon aus welcher Gegend sie kommen. Doch bei vielen kamen diese Worte nicht gut an: Die Diskrepanz zwischen der aktuellen wirtschaftlichen Lage vieler Amerikaner und der teuren Garderobe der Kandidatin sorgte für Zündstoff.

So schrieb ein Twitter-User: „Sie hat keine Scham.“ Ein anderer meinte: „Hillary hielt eine Rede in einer 12.495 Dollar teuren Armani-Tweed-Jacke. Ja, sie weiß alles über Armut, richtig?“ Zuviel Geld für Klamotten meinen die einen, andere finden die Diskussion dagegen überflüssig: „Das ist eine schäbige Berichterstattung. Keinen hat gekümmert, wie teuer die Anzüge der männlichen Kandidaten sind."



Von der Matrone zur Style-Queen
Hillary Clinton sorgte bereits in der Vergangenheit mit ihrer Garderobe für Aufsehen – diese wurde im Verlauf ihres Wahlkampfes nämlich immer exklusiver und stylisher. Wie die „New York Post“ berichtet, befinden sich im Besitz der Politikerin unter anderem Designer-Outfits von Ralph Lauren und Andrew GN. Über die sündhaft teure Designer-Garderobe (u.a. Jason Wu, Thakoon, Narciso Rodriguez, Michael Kors) von First Lady Michelle Obama (52) regt sich hingegen keiner auf. Es scheint so, als sei es, wie auch in Deutschland, verpönt, als Spitzenpolitikerin Designermode zu tragen.

  • Giorgio Armani

    Foto: Getty Images

    Und das ist die Jacke, die ganz Amerika spaltet. Der Mantel von Giorgio Armani stammt aus der Spring-Kollektion 2016 und besteht aus in Streifen geschnittenem Lammnappa, das mit kontrastierenden Seidenfäden verwoben worden ist. Mittlerweile ist der Sommermantel im hauseigenen Onlineshop reduziert und für „nur noch“ 4.380 Euro erhältlich


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