Hermès Schal

Foto: Getty Images, dpa Picture-Alliance

Alle 25 Sekunden wird ein Hermès-Tuch verkauft
Das begehrteste Accessoire der Welt

90 Zentimeter Seide im Quadrat ergeben Kult! Jedenfalls, wenn es sich um die Tücher von Hermès handelt. Erschwinglich sind sie zwar nicht. Trotzdem geht irgendwo auf der Welt alle 25 Sekunden eines der bunten Carrés über den Ladentisch. Lesen Sie hier: Alles über das begehrteste Accessoire der Welt.

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    Rom, Olympische Spiele 1960, die Sonne brennt: Kein Problem für Grace Kelly, die ihr Haar mit einem Hermès-Tuch stilsicher schützt. An ihrer Seite: Fürst Rainier von Monaco

Man könnte behaupten, Grace Kelly ließ an ihre Haare nichts außer Wasser, Shampoo und Hermès-Tücher. Für die Stilikone und Fürstin von Monaco waren die bunten, quadratischen Tücher des Pariser Luxuslabels unverzichtbar, um ihre Frisur vor Wetterkapriolen zu schützen. Und manchmal sogar Retter in der Not: 1956 nutzte die Kelly eines der edlen Seiden-Carrés als Schlinge für ihren gebrochenen Arm.

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Es sind unter anderem solche Geschichten, die die 90 mal 90 Zentimeter großen Tücher zum Kultobjekt und begehrtesten Accessoires der Welt machen. Weltweit wird alle 25 Sekunden ein Hermés-Tuch verkauft, wie eine Sprecherin des Luxuslabels gegenüber STYLEBOOK bestätigt.

Kein Wunder: Die Carrés (franz. Quadrat) sind nämlich im Gegensatz zu ihren großen Hermès-Schwestern, der „Kelly“- und der „Birkin-Bag“, bereits für einen dreistelligen Betrag zu haben – ohne Warteliste. Luxus für Einsteiger, quasi. 

Entworfen wurde das Kultstück 1937. Bis heute werden nach ganz bestimmten Kriterien die Seiden ausgesucht und über Motiv (mittlerweile gibt es über 2.000) und Farbgebung entschieden. Bedruckt werden die Tücher von Hand, in einer Werkstatt in Lyon. Pro Jahr gibt es zwei Kollektionen: sechs Neuentwürfe und sechs Wiederauflagen älterer Modelle. Eines der berühmtesten Motive ist das „Bride de Gala“-Design: edles Pferde-Zaumzeug in pastelligen Farben – 1970 erstmals produziert, bis heute über 70.000 Mal verkauft. 

Dass die Kulttücher allerdings keineswegs altbacken sind und nicht zwangsweise nur um Kopf oder Hals geschlungen werden müssen, zeigen die Promidamen in unserer Fotogalerie.

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