Werbung mit 90er-Jahre-Ikonen
von Stephanie Beckmann
Saint Laurent rockt die Modewelt

Passend zu seiner Grunge-Kollektion für den kommenden Herbst/Winter inszenierte Saint-Laurent-Chefdesigner Hedi Slimane (44) musikalische Protagonisten, die für ihre Unangepasstheit berühmt sind. Nach Marilyn Manson (44) wurden in dieser Woche auch noch Courtney Love (48) und Kim Gordon (59) als neue Kampagnen-Modelle gesichtet – ganz schön gerissen!

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    Foto: Hedi Slimane

    Unter dem Titel „The Saint Laurent Music Project“ inszenierte Chefdesigner Hedi Slimane Rock-Ikonen wie zum Beispiel Courtney Love in der neuen Kollektion – ein gelungener Hingucker, wie wir finden!

Wie bekommt man maximale Aufmerksamkeit? Indem man polarisiert. Das weiß auch Hedi Slimane. Statt auf aalglatte Models zu setzen, lichtete der Designer für die neue Kampagne von Saint Laurent in die Jahre gekommene Rock-Ikonen ab: Marilyn Manson in Lederjacke schaut düster in die Kamera, die Sängerin Kim Gordon (Sängerin von Sonic Youth) verzieht keine Miene in ihrer Seidenbluse, und Courtney Love räkelt sich in Rüschen und Nadelstreifen mit einer Gitarre auf dem Boden.
 
Sie alle präsentieren die kommende Kollektion des französischen Traditionshauses und verleihen den gebrochenen Looks in den Schwarz-Weiß-Aufnahmen den verwegenen Glanz vergangener Tage. Einige mögen sich über die Wahl der Rock-Veteranen als Testimonials wundern, tatsächlich aber passt sie perfekt zu den Entwürfen des Traditionshauses, die auf der Pariser Fashion Week gezeigt wurden: nachlässig übergeworfene Lagenlooks, Leder und kariertes Flanell. Rock trifft Romantik.

Uns gefällt die Kampagne mit den Rockstars. Und auch Courtney Love war begeistert von dem Shooting: „Es ist toll, Hedis Muse sein zu dürfen. Und ich liebe die Saint-Laurent-Kollektionen – das ist meine Uniform auf der Bühne. Nur die Blusen könnten ein bisschen weiter geschnitten sein“, verriet sie dem Online-Magazin „The Cut“.

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Provokation ist bei Hedi Slimane nicht neu: Gleich zu Beginn seiner Tätigkeit als Chefdesigner des Modehauses änderte er den Label-Namen von Yves Saint Laurent in Saint Laurent Paris – und erntete damit viel Empörung aus der Branche.


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