Das kommt überraschend!
Greenpeace lobt Billig-Klamotten von Aldi, Lidl & Co.

Wer hätte es gedacht; Wer bei Aldi, Lidl, Penny und Tschibo Kleidung kauft, muss sich keine Sorgen mehr um schädliche Textilschadstoffe machen. Laut Greenpeace sind diese Billig-Discounter „stramm auf Entgiftungskurs“.

Der Pullover für fünf Euro, die Hose für zehn. Wer bei Billig-Supermarktketten Kleidung kauft, spart eine Menge an Geld, aber nicht an schädlichen Schadstoffen. Noch im vergangenen Jahren bekamen Discounter von der Umweltorganisation Greenpeace schlechte Noten: die Textilien der Eigenmarken enthielten zu viele gesundheitsgefährdende Chemikalien. Außerdem verschmutzen die zum Färben und Ausrüsten eingesetzten Substanzen Gewässer besonders in den asiatischen Herstellungsländern, mahnte die Umweltorganisation.

  • Lild

    Foto: dpa

    Vorbildlich: Billig-Discounter wie Lidl, Aldi, Tchibo und Penny produzieren laut Greenpeace ab sofort schadstoffarme Kleidung

Detox ist die Zukunft
Doch laut einer aktuellen Studie von Greenpeace sind mittlerweile fünf von den geprüften Discounterketten, nämlich Aldi, Lidl, Penny/Rewe, Tschibo und die schweizerische Kette Coop, vorbildlich bei einer sauberen und schadstoffarmen Textilproduktion. Im Rahmen einer Detox-Kampagne von Greenpeace wurden seit diesem Frühjahr besonders schädliche Chemikalien, wie Weichmacher und per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC), aus der Kleidung verbannt. Außerdem werden die Unternehmen zudem Listen mit allen schädlichen Substanzen, die bis 2020 aus der Produktion verschwinden sollen, publizieren. Auch Kaufland will ab sofort schadstofffrei produzieren.

Produzieren ohne Chemie
Besonders Lidl, Tchibo und Rewe/Penny investieren viel in eine neue umweltfreundliche Textilproduktion. So wollen sie wie auch schon H&M Rücknahmesysteme und Upcycling-Kollektionen einführen, die alte Kleidung wiederverwerten. Die Kunden sollen demnächst ihre getragenen Klamotten in die Supermärkte zurückbringen. Umso schneller werden die Supermarkt-Ketten mit dem Recycling beginnen können.

Allerdings gibt es auch Ketten, die dem Detox-Ruf (noch) nicht folgen: Edeka/Netto, Norma, Metro/Real, die österreichische Kette Interspar und Migros aus der Schweiz. Doch Greenpeace will mit ihrer großangelegten Detox-Kampagne auch diese Unternehmen bis 2020 dazu bringen, giftfreie Textilien zu produzieren.

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