Giorgio Armani feiert 40. Jubiläum der Modemarke mit Hollywood-Stars

40 Jahre Modehaus Armani: Die Megasause
von Carolin Dendler
Wenn Giorgio einlädt, kommen die schönsten Frauen der Welt

Bravo!!! Giorgio Armani (80) feierte zwei Tage lang in Mailand sein 40-jähriges Firmenjubiläum. Die Gästeliste made in Hollywood ist dem Anlass entsprechend einzigartig in der Firmengeschichte.

So eine erste Reihe hat Mailand noch nie gesehen! Leonardo DiCaprio (40, bewacht von drei Bodyguards!) thront neben Sophia Loren, Oscar-Preisträgerinnen wie Cate Blanchett (45) und Hilary Swank (40) lächeln um die Wette.

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Ciao Bella!

„Wir sind alle hier, um den König der italienischen Mode zu feiern – Giorgio Armani, er hat uns seit vier Jahrzehnten Eleganz und Stil geschenkt,“ sagt Michelle Hunziker (38) zu mir. Zur Feier des Tages im schwarzen coolen Armani-Anzug, natürlich mit ihrem Mr. Trussardi an der Seite.

Und Cate Blanchett, sein Werbegesicht, seine Muse betont: „Von meiner ersten Gage habe ich mir einen Armani Anzug gekauft, ich habe mich nie wohler gefühlt. Er mixt Sexappeal mit Klasse.“

Armani umgarnt Hollywood

Armani ist Meister des Marketings und war der erste seiner Zunft, der Hollywood als seinen privaten Laufsteg entdeckte. Er schneiderte für die Top-Stars, stattete 210 Filme (u.a. „Pulp Fiction“, „Ocean´s 12“, „The Wolf of Wall Street“) aus.

Die Hauptrolle in der kalifornischen Filmmetropole spielte er spätestens seitdem Richard Gere (65) in „Ein Mann für gewisse Stunden“ (1980) in seinen lässigen Armani Jacketts verführte. Armani befreite die Männer von lästigen Schulterpolstern, den Frauen schenkte er den edlen Power-Anzug.

Die unglaubliche Tina Turner (fast 80) ist besonders darüber glücklich, dass Mr. Armani (so nennen ihn die Angestellten) ihr Hochzeitskleid entwarf. Tina Turner zu STYLEBOOK: „Das war schon besonders. Ich war auf Gast einer Armani-Show in Peking und sah mein Traumkleid auf dem Laufsteg. Ich wusste ich wollte es haben, hatte nur noch keinen Anlass. Der ergab sich dann später“, lacht sie.

Ein Museum zum Jubiläum

Girogio Armani lebt vor, was er verkauft – elegantes Understatement. Sein Credo: „Eleganz heißt nicht, ins Auge zu fallen, sondern im Gedächtnis zu bleiben.“

Weil Promis eben die besseren Models sind, trugen Tom Cruise (52), Pierce Bosnan (61), Chris Pine (34) jetzt bei den illustren Feierlichkeiten (Cocktails, Dinner, Tanzparty) am Mittwoch und Donnerstag feinsten italienischen Zwirn. Pine: „Ich kann die Anzüge in meinem Schrank nicht mehr zählen.“ Sophia Loren, schon 80 (!), gurrte: „ Ich trage nur seine Kreationen.“

Für die Regie des Abends hätte der Mode-Magier (wollte mal Schauspieler werden) einen Oscar verdient. Der Inhaber, Designer, CEO seines auf sieben Milliarden Euro geschätzten Imperiums (6700 Angestellte, fast 2500 Boutiquen, zwei Hotels) schenkte sich zum Firmengeburtstag eine Art Museum – ein Schrein seines Schaffens – gefüllt mit dem Besten aus vier Jahrzehnten: Skizzen, Mode-Unikate, Schmuck, ein Blick hinter die Kulissen seines Unternehmens.

Rente? Niente!

Übrigens: Armani startete sein Luxusimperium vor 40 Jahren mit gerade einmal damals umgerechnet 14.000 D-Mark. Und die hatte er nur, weil er seinen geliebten VW Käfer verkaufte. Der Mann, der erst Medizin studierte, startete in der Modebranche als Einkäufer im Kaufhaus „Rinacente“. Ab 1964 entwarf der Autodidakt bei Nino Cerruti- der Rest ist Mode-Geschichte.

Sein Lebensinhalt ist Arbeit (12 Stunden täglich) und Ästhetik. So ist es üblich, dass Armani als erster seine eigene Party gegen 21.30 Uhr verließ, nachdem er jedem das Gefühl gibt, sein Lieblings-Gast zu sein. Fast jedem schüttelte er die Hand mit einem „Danke, dass sie gekommen sind.“

Und wer glaubt, das Girogio Armani nach der Eröffnung seines eigenen „Museums“, seinen Abschied aus der Modewelt plant, irrt gewaltig. Kürzlich betonte er in einem  Interview, er wolle weitermachen, bis er umfalle. Merke: Un-Ruhestand ist en vogue!

Armani übers Altern

Auch was Signiore Armani sagt, ist einfach anziehend: Er mag natürliche Frauen. Der Mann, der sich noch nie die Haare färbte, findet, dass Schönheitschirurgie so gar nicht in Mode ist. Armani: „Eine kleine Brust muss nicht groß werden. Eine Frau solle stolz älter werden und nicht versuchen, jünger auszusehen. Mit der Zeit wird der Körper einer Frau eher besser. Sie geht zur Arbeit, bekommt Babys, wird immer stärker. Da muss man sich nur mal Cate Blanchett anschauen.“ 

Der Modemagier, der von der Praline bis zum Bett alles entwirft, verrät seinen persönlichen Armani-Code: „Ich glaube daran, dass meine Mode den Menschen ein besseres Bild von sich selbst schenken kann – sodass sie selbstbewusster und glücklicher sind.“

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