Foto: Facebook/Adidas

Fussfessel-Schuh von Jeremy Scott löst Proteste aus
Rassismus-Debatte um Adidas-Sneaker

Ein Sneaker mit Fußfesseln? In den USA hat Adidas damit eher für einen Aufschrei als für den letzten Schrei gesorgt. Das neue Turnschuhmodell von Kultdesigner Jeremy Scott erinnere an die Unterdrückung der Schwarzen, so der Vorwurf im Internet. Adidas entschuldigte sich und zog eilig Konsequenzen...

  • Jeremy Scott

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    Foto: Getty Images

    Jeremy Scott

    Der amerikanische Modedesigner ist für seine exzentrischen Entwürfe bekannt. Zu seinen Fans zählen Madonna, Lady Gaga, Björk und Rihanna. Seit Jahren entwirft er exklusiv für Adidas eine Sportswear-Kollektion



Der Sneaker sei „nichts Weiteres als eine außergewöhnliche und einzigartige Modeinterpretation von Designer Jeremy Scott“ und habe „nichts zu tun mit Sklaverei“, lässt Adidas in einem offiziellen Statement verlauten.

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Der deutsche Sportartikelhersteller wollte die Sneaker „JS Roundhouse Mid“ mit orangefarbenen Kunststoff-Fesseln im August auf den Markt bringen und stellte ein Produktfoto der Schuhe auf seine Facebook-Seite. Dazu die Worte: „Dieser Schuh ist so heiß, dass du ihn an deine Knöchel fesseln musst“. Dort hagelte es sofort jede Menge Kritik: Die Fußfesseln würden an die Sklaverei erinnern, so ein Kommentar. Auch die mutmaßlichen Terroristen im Gefangenenlager in Guantánamo müssten solche Fesseln tragen, empörte sich ein anderer Nutzer. Es wurde sogar zum Adidas-Boykott aufgerufen.

„Wir entschuldigen uns, wenn wir mit dem Design Menschen verletzt haben und ziehen unsere Pläne zurück, diese (Turnschuhe) auf den Markt zu bringen. “

Aus der offiziellen Adidas-Erklärung

Aufgrund der über 2 000 Beschwerden zog Adidas in der Nacht zu Dienstag die Kampagne zurück. Das Produktfoto wurde inzwischen von der Facebook-Seite gelöscht. Es tue dem Unternehmen leid, wenn sich Menschen durch das Design beleidigt gefühlt haben sollten.

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