Frankreich kippt Hosenverbot für Frauen nach 200 Jahren

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Frankreich kippt Hosenverbot für Frauen nach 200 Jahren La Révolution!

Das ist kein Scherz! Eigentlich war es Frauen in Paris verboten, Hosen zu tragen. Jetzt wurde dieses angestaubte Gesetz aus dem Jahre 1800 aufgehoben. Ein kleine Revolution für die Pariser Damen. Hosen? Bien sûr!

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    Hose? Bien sûr!

    Ines de la Fressange – keine verkörpert den Pariser Chic besser als die einstige Chanel-Muse. Hosenverbot? Darauf pfeifft Madame Fressange

Zugegeben, das Gesetz ist alt und so richtig bierernst hat es schon lange niemand mehr genommen. Trotzdem, laut französischer Verfassung galt bis vor wenigen Tagen für die Pariser Madame: „Jedwede Frau, die sich wie ein Mann zu kleiden wünscht, ist gehalten, sich bei der Polizeipräfektur zu melden und eine Bewilligung zu beantragen, die nur aufgrund eines Zertifikats eines Beamten der Gesundheitsdienste ausgestellt werden kann.“

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Ausgedacht hatte sich diese Verordnung  der damalige Polizeipräfekt von Paris im November 1800. Damit sollte zu Zeiten der Französischen Revolution verhindert werden, dass revolutionäre Frauen als Männer verkleidet mit in den Krieg zogen. Wegen Verstößen gegen das Hosenverbot konnten Frauen damals sogar vor Gericht gestellt werden. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Gesetz ein wenig liberalisiert: Hosen für Frauen waren nur auf dem Rad oder hoch zu Ross erlaubt.

Nun entrüstet sich die französische Ministerin für Frauenrechte, Najat Vallaud-Belkacem, dass das Gesetz gegen die Gleichstellung von Männern und Frauen verstoße. Et voilà, der Erlass ist ab sofort nicht mehr rechtskräftig.

Ein Glück! Jetzt können auch die Pariserinnen ganz legal die neue Hosenmode der Saison tragen. Vive le Pantalon!

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