Esprit-Aktien fallen um 22 Prozent
Da hilft selbst Gisele Bündchen nicht mehr...

Dass es nicht immer reicht, ein bekanntes Gesicht zu engagieren, um sich aus unternehmerischen Engpässen zu retten, bewies jetzt die Modekette Esprit. Trotz Werbekampagnen mit Gisele Bündchen (31) mussten sie an der Hongkonger Börse herbe Rückschläge einstecken.

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    Foto: Wenn.com

    Gisele Bündchen war im Winter 2011 und in der Frühjahr/Sommer-Kampagne 2012 Esprits Aushängeschild

Die letzten Tage waren für das Textilunternehmen Esprit düster: Erst traten Geschäftsführer Ronald Van der Vi und der Vorstandvorsitzende Hans-Joachim Körber zurück, dann büßte es 22 Prozent seiner Aktien an der Hongkonger Börse ein.

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Ein großer Strich durch eine große Rechnung. Erst im vergangenen Jahr gab der Konzern bekannt, er wolle in den kommenden vier Jahren über 19 Milliarden Euro investieren um alten Ruhm wiederzuerlangen. 

Dafür holten sie sogar Topmodel Gisele Bündchen ins Boot. Zwei Kampagnen lang lächelte das brasilianische Körperwunderwerk von zahlreichen Werbeplakaten. Doch die Kunden konnte sie nicht in die Filialen locken.

Während Konkurrent H&M Gewinne erwirtschaftet, sieht sich Esprit nach den Worten seines scheidenden Vorstandschefs Körber „zum T-Shirt-Verkäufer degradiert“. Ein Grund für die Misere bei Esprit: Das Unternehmen macht rund 80 Prozent seines Umsatzes in Europa und leidet stark unter der schleppenden Nachfrage in der Schuldenkrise.

Esprit wurde 1968 in San Francisco von Suzie und Doug Tompkins gegründet. Anfangs diente ihr Kleinbus als Textilladen. Danach entwickelte sich die Marke zu einem der weltgrößten Textilgiganten mit mittlerweile 830 Läden auf der ganzen Welt. In diesem Jahr rutschte Esprit von Platz drei auf den sechsten Rang der asiatischen Modeunternehmen ab. Die Image-Offensive „Bündchen“ scheint jedenfalls vorerst gescheitert...

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